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Karneval Köln: Besondere Nubbelverbrennung geplant – direkt am Dom

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Von: Mick Oberbusch

Nubbelverbrennung beim Veilchendienstagszug in Porz Zündorf
2023 dürfen sich die Kölner Jecken auf eine große Nubbelverbrennung am Dom freuen. © Robert Schmiegelt/Imago

Die Nubbelverbrennung am Veilchendienstag hat im Kölner Karneval Tradition – 2023 wird sie direkt vor dem Kölner Dom stattfinden.

Köln – Sie gehört zum Kölner Karneval wie Kölsch, Bläck Fööss und Brauchtum: Die traditionelle Nubbelverbrennung, die am Ende jeder Karnevalssession am Abend vor Aschermittwoch stattfindet. Dann entledigen sich die Jecken durch das Anzünden einer „Nubbel“ genannten Stoffpuppe ihrer größeren und kleineren Sünden, die sie über die tollen Tage begangen haben – ein Spektakel, das normalerweise in den Veedeln von Köln stattfindet und stets ein großes Publikum anzieht. Jenes könnte im Jubiläumsjahr des Kölner Karneval 2023 sogar noch etwas größer ausfallen – wenn die berühmteste Stoffpuppe Kölns direkt vor dem größten Wahrzeichen der Stadt, dem Kölner Dom, verbrannt wird.

Große Nubbelverbrennung im Jubiläumsjahr 2023
wann?Veilchendienstag (21. Februar 2023), 17:30 Uhr
wo?Kölner Dom

Nubbelverbrennung 2023 am Kölner Dom – Novum in der 200-jährigen Geschichte des Kölner Karneval

Ein Novum, eine Nubbelverbrennung vor dem Kölner Dom hat es in der nun 200-jährigen Geschichte des Kölner Karnevals noch nicht gegeben, wie Michael Kramp, Vorstand für Kommunikation im Festkomitee Kölner Karneval, auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilt. „Normalerweise ist das ja eine Tradition, die aus den Kneipen kommt, aber so eine richtig offizielle, stadtweite Nubbelverbrennung hat es bislang noch nicht gegeben“. Das wird sich in diesem Jahr somit ändern.

Veranstaltet wird das Ganze vom Festkomitee Kölner Karneval und den vier Jubiläumsgesellschaften: Den Roten Funken, der Grossen von 1823, der Traditionstanzgruppe Hellige Knäächte und Mägde sowie der Lyskircher Junge. All sie laden am Abend des Dienstag, 21. Februar 2023 zum „Großen Karnevalistischen Zapfenstreich“, wie sie auf der neuen Karnevals-Homepage www.karneval.koeln verraten.

Nubbelverbrennung im Kölner Karneval – eine jahrzehntelange Tradition

Der „Nubbel“ ist eine Puppe (oft eine Strohpuppe), die in der Nacht vom Veilchendienstag zum Aschermittwoch (also ganz am Ende des Karnevals) öffentlich verbrannt wird. Mit dieser Verbrennung befreien sich viele rheinische Narren symbolisch von den kleinen Sünden der Karnevalszeit, wie zum Beispiel übermäßiger Alkoholgenuss.

Der „Nubbel“, dessen Puppe während des Karnevals vor allem vor Kneipen aufgehängt wird, muss als „Sündenbock“ für die allzu menschlichen Laster herhalten. Nach seiner Verbrennung kann die christliche Fastenzeit ohne Sündenballast beginnen. Dieser Brauch wird unter anderem in Köln gepflegt und hat wohl historische Querbezüge zur Verbrennung des „Zacheies“ zum Ende einer Kirmes, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt ist.

Quelle: narrenlexikon.de

Karneval: Nubbel wird 2023 vor dem Kölner Dom verbrannt – nur eines von vielen Jubiläums-Highlights

Die Nubbelverbrennung schließt 2023 eine besondere Session ab, schließlich feiern Kölnerinnen und Kölner in diesem Jahr 200 Jahre Karneval. Dazu gibt es neben der besonderen Nubbelverbrennung noch einige weitere Highlights: So stehen unter anderem auch die Kölner Museumsnacht 2023 und der Tag des offenen Denkmals im kommenden Jahr im Zeichen des karnevalistischen Jubiläums. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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