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Klimakleber blockieren Straße in Köln – zwei Autofahrer machen kurzen Prozess

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Ein Klimaaktivist der "Letzten Generation" wird von Autofahrern von einer Straße in Köln gezogen.
Nachdem sich die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ auf die Aachener Straße geklebt hatten, wurden zwei Autofahrer handgreiflich. © Oliver Berg/dpa

Bei einem Protest von Klimaklebern auf der Aachener Straße in Köln wurden zwei Autofahrer jetzt handgreiflich.

Köln – Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ haben sich am Freitag (20. Januar) auf eine Hauptverkehrsstraße in Köln festgeklebt. Die Polizei benötigte etwa eineinhalb Stunden, um zwei festgeklebten Aktivisten loszubekommen und die Straße zu räumen. Drei weitere saßen lediglich auf der Straße und waren nicht festgeklebt. Vor dem Eintreffen der Polizei versuchten zwei Autofahrer selbstständig, die Aktivisten von der Straße zu zerren.

Aktivisten kleben sich auf Straße in Köln - Polizei prüft

Durch die Protestaktion sei es zu einem längeren Verkehrsstau gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Aachener Straße zählt zu einer der Hauptverkehrsstraßen in Köln. An der Kreuzung Aachener Straße/Gürtel fahren neben Autos auch zahlreiche Bahnen der KVB: KVB-Linie 7, KVB-Linie 13 und KVB-Linie 1. Beim Eintreffen der Polizei seien laut dpa die Personalien der fünf Beteiligten aufgenommen worden.

Aktuell prüft die Polizei, inwiefern das Verhalten der Aktivisten die Straftatbestände Nötigung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr erfüllen, wie ein Sprecher der Polizei Köln am Montag gegenüber 24RHEIN erklärte. Gegen die Autofahrer sei bisher keine Anzeige gestellt worden.

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Die sogenannten Klimakleber haben die Zahl ihrer Aktionen deutlich erhöht, seit das Braunkohledorf Lützerath geräumt wurde. Dort war es bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und Klimaaktivisten immer wieder zu Zusammenstößen mit Verletzten. Aktivisten hatten den Beamten später übermäßige Polizeigewalt vorgeworfen. NRW-Innenminister Herbert Reul sieht die Verantwortung indes bei den Demonstranten in Lützerath, wie er im Interview mit 24RHEIN betonte. (spo mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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