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Aachener Weiher Köln: Pferde gegen aggressive Feiernde

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Von: Nina Büchs

Demonstration in Köln gegen die türkische Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien.
Am Freitag und am Samstag ist die Polizei am Aachener Weiher mit einer Reiterstaffel im Einsatz. (Archivbild von 2019) © Christoph Hardt/Imago

Am Aachener Weiher in Köln wurden Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen. Immer wieder rasten Feiernde dort aus. Die Polizei rüstet nun auf.

Köln – Am vergangenen Samstag, 14. August, haben mehrere Feiernde Polizisten am Aachener Weiher mit Flaschen beworfen. Wie die Polizei Köln mitteilte, kam es dort auch schon in den vergangenen Wochen vermehrt zu aggressiven Vorfällen. Nun will die Polizei ihre Präsenz dort durch eine Reiterstaffel verstärken – um am Aachener Weiher wieder für Ruhe und Frieden zu sorgen.

„Am kommenden Freitag und am Samstag werden wir am Aachener Weiher auch mit der Landesreiterstaffel im Einsatz sein“, so eine Sprecherin der Polizei Köln gegenüber 24RHEIN. Ab Mitternacht sollen dann nochmal zusätzliche Polizeikräfte hinzugezogen werden, erzählt die Sprecherin weiter.

Krawalle in Köln: Alkoholisierte Feiernde attackieren Polizisten – das steckt dahinter

Für die Polizei Köln ist das Maß voll. Wie es zuletzt in einer Pressemitteilung hieß, mehren sich am Aachener Weiher seit mehreren Wochen die „Aggressionsdelikte“. Was steckt dahinter? „Am Aachener Weiher halten sich abends viele Feiernde auf, häufig wird Alkohol konsumiert, oder auch Drogen. Damit sinkt die Hemmschwelle und das aggressive Verhalten nimmt zu“, so die Sprecherin der Polizei Köln. Dass sich mehr Menschen draußen treffen und es dort dann zu Ausschreitungen kommt, sei auch auf die Schließung der Clubs zurückzuführen, so die Sprecherin.

Abzuwarten bleibt, ob sich die Lage am Aachener Weiher nun entschärft, da die Kölner Clubs ab Freitag theoretisch öffnen dürfen. Viele Clubbetreiber teilten jedoch mit, dass sie zunächst noch geschlossen bleiben.

Nach Krawallen am Aachener Weiher in Köln: Polizei will mit Reiterstaffel für Ruhe sorgen

Hintergrund der verstärkten Polizeipräsenz sind die Vorfälle am vergangenen Samstag. Mehrere Feiernde hatten am Aachener Weiher Polizeikräfte mit Flaschen beworfen und beschädigten auch einen Streifenwagen. Herbert Reul, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, verurteilte die Aggressionsdelikte am Aachener Weiher scharf: „Wollen wir hinnehmen, dass so die Bilanz eines Sommerwochenendes aussieht? Wir dürfen uns an solches Verhalten nicht gewöhnen! Wir müssen als Gesellschaft klar Position gegen solche Auswüchse beziehen.“

Polizistinnen und Polizisten wurden bei den Krawallen am Samstag zum Glück jedoch nicht verletzt. Anders als im Juni. Damals wurde ein Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamts durch Flaschenwürfe am Aachener Weiher verletzt. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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