1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Astrazeneca wieder freigegeben – Impfungen in Köln werden fortgesetzt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lydia Mayer

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca steht auf einem Tisch in einer Apotheke
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca © Christophe Ena / dpa/AP

Die EMA hält den Astrazeneca-Impfstoff weiterhin für sicher. Deshalb wurden die Impfungen nun auch in Köln wieder fortgesetzt.

Update vom 19. März, 13:51 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie Astrazeneca weiterhin für „sicher und wirksam“ hält. Somit wurde auch in Köln die Impfung mit Astrazeneca am Freitagmorgen wieder aufgenommen.

Laut Stadt-Sprecher Benedikt Mensing wurden in Köln nun heute und morgen 1.500 Impftermine im Impfzentrum angeboten. In der kommenden Woche wurden bereits 6.300 Zusatztermine zur Buchung freigegeben. In einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Köln sagte Dr. Miller, Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr, dass ohne den Astrazeneca-Impfstoff eine Herdenimmunität nicht so schnell erreicht werden könne. Deshalb seien die Impfungen mit Astrazeneca sehr wichtig. (nb)

Abgesagte Termine und Zweit-Impfung: So geht es in Köln nach Astrazeneca-Impfstopp weiter

Erstmeldung vom 17. März:

Köln – Der vom Bundesgesundheitsministerium angeordnete Stopp der Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca traf Impfzentren deutschlandweit unerwartet. Das Impfzentrum in Köln hatte an diesem Tag bereits 117 Impfdosen von Astrazeneca angebrochen und musste diese entsorgen.

Das wird aber nach Aussagen der Stadt Köln auf 24RHEIN-Nachfrage so schnell nicht wieder passieren. „In den kommenden Wochen werden keine Impfdosen verfallen oder entsorgt werden müssen“, heißt es dazu von einem Sprecher der Stadt. Darüber, wie viele Impfdosen derzeit gelagert werden, macht die Stadt mit Verweis auf „Sicherheitsgründe“ keine Angabe.

Astrazeneca-Impfstopp: Was passiert mit abgesagten Terminen im Kölner Impfzentrum?

Im Kölner Impfzentrum wurden bis Ende der Woche alle Astrazeneca-Impftermine abgesagt. Dies betrifft insgesamt 8.706 Impftermine. Immerhin 481 Personen, die am Montag eigentlich mit Astrazeneca geimpft werden sollten, mussten nicht weggeschickt werden. Sie wurde laut Angaben der Stadt ersatzweise mit dem Wirkstoff von Biontech geimpft.

Aber wie geht es nun für die 8.706 Menschen weiter, deren Impftermin nun abgesagt wurde? Bekommen die Betroffenen automatisch einen neuen Termin oder müssen sie sich selbstständig darum kümmern? „Das Gesundheitsamt arbeitet zurzeit an einer einfachen und unbürokratischen Lösung für die betroffenen Impfberechtigten“, heißt es dazu von der Pressestelle der Stadt Köln. Bis Ende der Woche will die Stadt darüber informieren, was genau geplant ist.

Impftermin im Kölner Impfzentrum abgesagt, was nun?

Astrazeneca-Impfstopp: Erstimpfung bekommen und nun?

AstraZeneca wird seit dem 10. Februar 2021 in Köln verimpfft. Die zweite Impfdosis mit AstraZeneca muss nach neun bis zwölf Wochen verabreicht werden. Was bedeutet das für diejenigen Kölner, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca bereits bekommen haben?

„Ob Zweit- bzw. Folgeimpfungen ausfallen werden, hängt davon ab, ob und inwiefern die Impfung mit AstraZeneca ausgesetzt bleibt. Die Europäische Arzneimittelagentur wird nun mit Blick auf die Zulassung eine erneute Bewertung des Impfstoffes vornehmen. Diese erneute Bewertung bleibt zunächst abzuwarten“, so der Sprecher der Stadt Köln.

Gibt es Zusammenhänge zwischen Astrazeneca-Impfung und der Bildung von Blutgerinnseln?

Mit einer abschließenden Einschätzung zur Sicherheit des Astrazeneca-Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wird morgen gerechnet. Wie tagesschau.de berichtet, bekräftigte die EMA am Dienstag allerdings erneut ihre ursprüngliche Risikoeinschätzung des Impfstoffs: Es gebe derzeit keine Belege, dass die bei einzelnen Geimpften aufgetretenen Blutgerinnsel von dem Astrazeneca-Impfstoff verursacht worden seien, sagte Behördenchefin Emer Cooke.

In Deutschland haben sechs Geimpfte vier bis 16 Tage danach eine spezielle Thrombose in einer Hirnvene, eine sogenannte Sinusvenenthrombose, erlitten. Laut Paul-Ehrlich-Institut waren die Betroffenen alle Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren. Ein weiterer Fall mit Hirnblutungen bei Mangel an Blutplättchen sei medizinisch sehr vergleichbar gewesen. Die Zahl der Fälle sei statistisch signifikant höher als erwartet: „Etwa ein Fall wäre zu erwarten gewesen, sieben Fälle waren gemeldet worden.“

Auch interessant