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Bagatelle Köln: „Beenden Pandemie für uns“ – bleibt bei 3G Regel

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Das Restaurant Bagatelle in der Teutoburger Straße 17, 50678 Köln
Die „Bagatelle“ auf der Teutoburger Straße will künftig weiterhin auch Getestete reinlassen. (Archivbild) © Wilhelm Mierendorf/Imago

Die „Bagatelle“ in der Südstadt hat von dem Plan, künftig nur noch Geimpfte und Genesene hereinzulassen, abgesehen und fordert stattdessen einen „Freedom Day“ für Köln.

Köln – Blickt man rein auf die Zahlen, hat Köln die Corona-Pandemie gut im Griff. Die Inzidenz für die Stadt liegt aktuell bei 56,6 (Stand: 29. September 2021, Quelle: RKI), über dem Wert von 100 hatte sie zuletzt vor über zwei Wochen gelegen (14. September). Die Clubs in Köln dürfen wieder öffnen, beim 1. FC Köln werden künftig wieder über 30.000 Zuschauer zu den Heimspielen zugelassen. Ist also in Bezug auf die Corona-Pandemie allgemeine Entspannung angesagt? Ja, zumindest wenn es nach der „Bagatelle“ in der Südstadt geht.

Köln: „Bagatelle“ in der Südstadt lässt künftig wieder Getestete zu – Abkehr von 2G-Regel

Das Restaurant wollte ab dem 1. Oktober eigentlich auf eine 2G-Regelung setzen, nur noch Geimpfte und Genesene zulassen. Nun jedoch entschied man sich um und lässt weiterhin auch Getestete zu. „Wir beenden die Pandemie für uns in weiten Teilen und ziehen daher auch die Ankündigung zurück, dass ab dem 1. Oktober nur noch Geimpfte und Genesene die Bagatelle betreten dürfen“, schreibt das Restaurant selbst auf Facebook – und nennt auch gleich Gründe für die Entscheidung.

„780.000 Menschen haben in Köln eine Erstimpfung erhalten (genesen sind 64.000), damit gehört Köln zur europaweiten Spitze. Stand jetzt liegen wir damit auf dem Level von Dänemark und Norwegen zur Zeit des völligen Wegfalls der Beschränkungen“, heißt es in dem Statement. „Seit Wochen wird in dieser Stadt wieder wild gefeiert, das Stadion ist zur Hälfte gefüllt, Busse und Bahnen quellen über, Schulen und Kitas laufen wie früher, die Arbeitswelt oft ungetestet und ohne Maske, die Menschen treffen sich privat und ohne Abstände. Und was passiert? Nix. Die Inzidenz sinkt stetig weiter und weiter!“

„Bagatelle“ fordert „Freedom Day“ für „Kommunen, die das so geil machen wie Köln“

Deshalb fordert man auch einen „Freedom Day“, wie er unter anderem bereits in Norwegen oder Dänemark praktiziert wurde. Damit würden zu einem festgesetzten Termin beispielsweise die Abstandsregelung, 3G, 2G oder auch die Maskenpflicht wegfallen. „Es wird Zeit für einen Freedom Day, zumindest für Kommunen, die das so geil machen wie in Köln. Vielleicht könnte das jemand unserer Landesregierung sagen, das wäre großartig“, erklärt die „Bagatelle“ süffisant.

Das ist der „Freedom Day“

Mehrere europäische Länder, unter anderem Dänemark und Norwegen, haben bereits einen sogenannten „Freedom Day“ gefeiert. Dabei handelt es sich um einen festen Termin, bei dem Corona-Beschränkungen wie die Maskenpflicht, die Abstandsregelung sowie die 2G- und 3G-Regelung wegfallen.

Auch künftig seien somit alle Gäste herzlich willkommen – egal, wie ihr Impfstatus aussieht, solange sie zumindest getestet sind. In den Kommentaren auf Facebook gibt es gemischte Reaktionen. „Top! Eine gute Entscheidung“, schreibt ein User, eine andere ist eher skeptisch. „Sehr schade. Ich fand Euch bisher so konsequent und dadurch sehr sympathisch. Die angekündigte 2G-Regelung wieder zu kippen erachte ich als suboptimal“, schreibt sie. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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