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Autoposer (19) schrottet BMW und flieht in Badelatschen – jetzt wird‘s teuer

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Von: Benjamin Stroka

Der geschrottete BMW des Autoposers.
Der geschrottete BMW des Autoposers. © Polizei Köln

Bei einem misslungenen Driftversuch schrottete ein 19-jähriger Autoposer unter der Zoobrücke in Köln einen BMW. Zivilfahnder der Polizei kamen rechtzeitig um ihn zu stellen.

Köln – Immer wieder treffen sich sogenannte Autoposer auf dem Parkplatz an der Sachsenbergstraße unter der Zoobrücke in Köln. Mit quietschenden Reifen und laut aufheulenden Motoren geben sie hier Gas und driften über den Parkplatz. So auch am Donnerstagabend (25. Februar). Doch diesmal endete das Posen mit einem geschrotteten BMW – direkt vor den Augen von Zivilfahndern der Polizei.

Driftversuch misslungen: Autoposer aus Köln landet in einbetoniertem Zaun

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, seien die Beamten bereits seit Wochen an dem beliebten Poser-Treffpunkt in Deutz im Einsatz und halten dort nach jungen Autofahrern Ausschau. Am Donnerstagabend wurden sie fündig. Schon bei der Anfahrt hörten die Zivilfahnder den „Lärm aufheulender Motoren und lautes Reifenquietschen“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Übeltäter war ein 19 Jahre alter Autoposer, der vor 20 bis 30 Zuschauern einen Drift in einem gemieteten BMW hinlegen wollte. Doch dieser Driftversuch ging gehörig schief. „Die Fahrt im Kreis vor etwa 20 bis 30 Zuschauern endete zunächst an einem einbetonierten Zaun und weniger später auf einem Abschleppwagen“, so der Polizeisprecher.

Polizei Köln: Der Sachschaden beläuft sich auf 30.000 Euro

Der 19-Jährige trat daraufhin in Badelatschen die Flucht an, konnte aber genau wie sein Beifahrer schon kurz darauf von den Zivilfahndern gestellt werden. Der Sachschaden am BMW beträgt nach ersten Schätzungen 30.000 Euro. „Egal, die Versicherung regelt das schon“, soll der Poser der Polizei daraufhin entgegnet haben. Doch damit dürfte er gehörig falsch liegen.

Auch die Tatsache, dass die Polizisten den Crash mit der Videokamera des Zivilwagens gefilmt haben, dürfte es für den Fahranfänger nicht leichter machen. Das Unfallfahrzeug und der Führerschein des 19-Jährigen wurden sichergestellt.

Nicht nur in Köln geht das Posen mit PS-starken Boliden schon mal schief. Im November 2020 hatte es in London ein Autoposer übertrieben. Sein Nissan GT-R ging dabei in Flammen auf. Im August 2020 kassierte die Polizei in Österreich den Führerschein eines Posers ein, der waghalsige Manöver in einem aufgemotzten BMW filmte und diese Videos und Fotos in den sozialen Medien postete. (bs)

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