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11 Brauhäuser in der Kölner Altstadt, die man kennen sollte

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Von: Sofia Popovidi

Salzgasse mit Gasthaus Sünner Im Walfisch und Blick zu der Kirche Gross St Martin, Altstadt, Koeln.
Brauhäuser sind einfach typisch Kölsch. Hier gibt es die Klassiker. (Symbolbild) © Stefan Ziese/imago

Zu einem Besuch in Köln gehört auch eine Tour durch die Brauhäuser. 24RHEIN stellt elf Brauhaus-Klassiker in der Kölner Altstadt vor.

Köln – Wer Köln einen Besuch abstattet, sollte auch eines der zahlreichen Brauhäuser in der Domstadt besuchen. Doch auch Kölner und Kölnerinnen kehren gerne im Brauhaus ein. Dort gibt es in gemütlicher Atmosphäre traditionelle Küche und kühles Kölsch. 24RHEIN zeigt 11 Brauhäuser in der Kölner Altstadt.

„Gaffel am Dom“: Das Brauhaus direkt am Kölner Dom

Ein Köbes im Brauhaus „Gaffel am Dom“ in Köln Altstadt-Nord
Das Brauhaus „Gaffel am Dom“ in der Kölner Altstadt ist eines der bekanntesten Brauhäuser in Köln und vor allem bei Touristen sehr beliebt. © Gaffel

Nicht nur die zentrale Lage überzeugt die Besucherinnen und Besucher des Brauhaus „Gaffel am Dom“, auch das frisch gezapfte Gaffel Kölsch und die deftigen Gerichte laden zum gemütlichen gemeinsamen Verweilen ein. Auf der Speisekarte findet man viele traditionelle Gerichte, aber auch eine große Auswahl an vegetarischen Angeboten. Das Brauhaus liegt direkt neben dem Hauptbahnhof und dem Kölner Dom – und ist damit sowohl für Touristen, Reisende als auch Kölnerinnen und Kölner gut mit der KVB oder Deutschen Bahn zu erreichen.

„Brauhaus zur Malzmühle“: Kölsche Tradition am Heumarkt

Ein Köbes im „Brauhaus Zur Malzmühle“ in Köln Altstadt-Nord,
Ein Köbes im „Brauhaus zur Malzmühle“ am Heumarkt. Dort hat bereits Bill Clinton im Jahr 1999 gespeist. © Brauhaus Zur Malzmühle

Das „Brauhaus Zur Malzmühle“ ist eines der historischsten Brauhäusern Kölns und wird bereits in der fünften Generation von der Familie Schwartz geführt. Seitdem ist das Brauhaus in der Kölner Altstadt Treffpunkt für Kölnerinnen und Kölner und alle, die die kölsche Trinkkultur erleben wollen. Zum Haus gehören außerdem die Mühlen Bar sowie das Hotel zur Malzmühle, in dem in einigen Zimmer das Bier auch aus dem Hahn im Badezimmer fließt.

„Brauhaus Sion“ in Köln: Brautradition seit 1318

Der Innenbereich des „Brauhaus Sion“ in Köln Altstadt-Nord.
Das „Brauhaus Sion“ in der Kölner Altstadt pflegt eine lange Tradition. © Christian Ahrens

Ein weiterer Klassiker mit 700 Jahre alter Geschichte ist das „Brauhaus Sion“ in der Kölner Altstadt. Bis heute erfreut das „Brauhaus Sion“ die Besucherinnen und Besucher mit Sion Kölsch, Veranstaltungen und einer vielseitigen und traditionellen Speisekarte mit Schnitzel, Himmel und Ääd oder Sauerbraten.

Brauhaus „Früh am Dom“: Rustikal und Gemütlich

Der Innenbereich des „Früh am Dom“ in Köln Altstadt-Nord.
Das „Früh am Dom“ ist eines der größten Brauhäuser Kölns – alleine der Brauhauskeller bietet Platz für über 400 Gäste. © Coelner Hofbräu P. Josef Früh KG

Mehr kölsche Kultur geht nicht: Das „Früh am Dom“ liegt direkt gegenüber dem Kölner Dom. Auf drei Etagen gibt es hier Früh Kölsch. Im Erdgeschoss befindet sich das Brauhaus selbst und im Untergeschoss findet man den mittelalterlichen Brauhauskeller. Beide Räumlichkeiten sind mit urigen Möbeln ausgestattet und strahlen Wärme und Gemütlichkeit aus.

Brauhaus „Gilden im Zims“: 800 Jahre Geschichte

Das Gilden im Zims in der Kölner Altstadt.
Das Brauhaus „Gilden im Zims“ in der Kölner Altstadt gibt es bereits seit 1920 – damals allerdings noch unter einem anderen Namen. © Eduard Bopp/imago

Die Geschichte des „Gilden im Zims“ reicht über 800 Jahre zurück. Das Haus wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und bietet damit echte kölsche Geschichte. 1920, als Johann Zims das Gebäude erwarb, nannte er es zuerst „Zum Sankt Peter“. 2006 wurde es dann zu „Gilden im Zims“ umbenannt. Neben Kölsch und kölschen Spezialitäten können Gäste in der „Heimat kölscher Helden“ zudem noch einiges über Urkölner wie Agrippina, Konrad Adenauer oder Albertus Magnus erfahren. Wie der Name bereits verrät, wird hier natürlich Gilden Kölsch ausgeschenkt.

„Brauerei Päffgen“: Hinten Sudhaus, vorne Schänke

Außenansicht des „Brauhaus Päffgen“ in Köln Neustadt-Nord.
Dem „Brauhaus Päffgen“ in Köln Neustadt-Nord fehlt es nicht an Tradition – hier gibt es sogar noch einen typischen „Beichtstuhl“. © Tatjana Fink

Auf der Friesenstraße gelegen, ist die „Brauerei Päffgen“ seit 1883 fester Bestandteil Kölns. Von außen eher unscheinbar bietet das Brauhaus sogar einen Biergarten mit Platz für über 120 Gäste. Der urigste und älteste Bereich ist definitiv der Gastraum, mit den alten Holzmöbeln und der schicken Wandvertäfelung. Das leckere Kölsch, das der Köbes vorne in der Schänke zapft, wird hinten im Sudhaus gebraut. Da die Friesenstraße eine echte Partymeile ist, kann man sich im Brauhaus noch die perfekte Grundlage schaffen, bevor es zur nächsten Party geht.

„Brauhaus zum Prinzen“: Das Brauhaus nach „Prinz Poldi“

Schild vor dem „Brauhaus Zum Prinzen“ in Köln Altstadt-Nord.
Das „Brauhaus Zum Prinzen“ im Alter Markt ist nach der Kölner Fußballlegende Lukas Podolski benannt. © Andreas Metz Fotografie

Wer frisch gezapftes Kölsch und Fußball liebt ist, sollte dem „Brauhaus zum Prinzen“ am Alter Markt einen Besuch abstatten. Für echte Fans des 1. FC Köln ist die Herkunft des Namens klar: Hier geht es um die Kölner Fußball-Ikone Lukas Podolski oder „Prinz Poldi“, wie er hier auch liebevoll genannt wird. Das rustikale Brauhaus mit kölschem Charme besteht aus drei Bereichen: Einem gemütlichen Kaminzimmer, der Empore, wo Fußballspiele live verfolgt werden können und die Schänke, wo das frisch gezapfte Kölsch direkt auf dem Tresen landet.

„Peters Brauhaus“: Kölsche Gastfreundlichkeit seit 1994

Der Eingang des „Peters Brauhaus“ in Köln Altstadt-Nord.
Das „Peters Brauhaus“ in der Kölner Altstadt unweit des Doms lädt zu klassischen, deftigen Gerichten und kaltem Peters Kölsch ein. © Peters Brauhaus

Direkt am Alter Markt und in Rheinnähe befindet sich auch das „Peters Brauhaus“, das seit 1994 eine Privatbrauerei in Köln ist. Die Geschichte des Hauses geht jedoch zurück bis ins 16. Jahrhundert. Die urigen Ahorntische und die imposante Decke aus buntem Glas geben dem Brauhaus ein gemütliches und fast schon magisches Aussehen. Hier fängt die kölsche Gastfreundlichkeit bereits am Eingang an, da begrüßt die Besucher nämlich der Stuhlmann, der sogar auf einem echten Beichtstuhl sitzt. Eine Spezialität des Hauses, die man unbedingt probieren sollte, ist das Peters Bierfleisch: Rind in Peters-Kölsch-Sauce, serviert mit Apfelrotkohl und Klößen.

Brauhaus „Schreckenskammer“: Authentisches Brauhaus ohne Touristenrummel

Der Innenbereich des Brauhaus „Schreckenskammer“ in Köln Altstadt-Nord.
Das Brauhaus „Schreckenskammer“ in Köln legt viel Wert auf alte Traditionen – deswegen wird der Boden hier mit Sand gereinigt. © Oliver Eitel

Ein beliebter Treffpunkt vor allem für Kölner, da das Brauhaus „Schreckenskammer“ etwas abseits des Tourismustrubels liegt. Hier kann ungestört und in gemütlich kölscher Atmosphäre das gleichnamige Schreckenskammer-Kölsch nach hauseigenem Rezept getrunken werden. Woher der Name kommt? Laut Brauhaus gibt es viele mögliche Geschichten: Nach einer Erklärung wurden die Gefangenen, die im damaligen Gerichtsgebäude, in der Nähe des Rathauses, verurteilt wurden, auf dem Weg zu ihrer Richtstelle in das Brauhaus zur Henkersmahlzeit geführt.

Brauhaus „Sünner im Walfisch“: Traditionshaus mit Stil

Das Brauhaus Sünner im Walfisch in der Kölner Altstadt.
1996 übernahm die Brauerei & Brennerei Gebrüder Sünner das Haus und betreibt es seitdem unter dem heutigen Namen „Sünner im Walfisch“. © Sascha Steinach/imago

Im Herzen der historischen Kölner Altstadt befindet sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts das Brauhaus „Sünner im Walfisch“. Doch das Gebäude reicht sogar bis ins 15. Jahrhundert zurück, damals hieß das mittelalterliche Brauhaus noch „Heinrich zur Krae“. Im Sünner Brauhaus findet man auch das gleichnamige Sünner Kölsch, das in traditioneller Brauweise hergestellt wird.

Zu den kulinarischen Spezialitäten des Hauses zählt zum Beispiel der „Walfisch-Spieß“: ein Gericht aus Rind, Hähnchen und Schwein auf gegrilltem Gemüse und Bratkartoffeln. Ein weiterer kölscher Klassiker ist „Himmel & Ääd“ jedoch auf Walfisch Art, heißt – mit Apfel, Lauch, frischem Kartoffelpüree und mit gebratener Blutwurst.

„Brauhaus Reissdorf“: Abseits vom Trubel Kölsch genießen

Junge Leute stoßen mit einem Reissdorf Kölsch an.
Im Brauhaus Reissdorf am Griechenmarkt gibt es neben dem Reissdorf Kölsch auch leckeres Schnitzel und Currywurst (Symbolbild). © wolterfoto/imago

Zwischen Neumarkt und Barbarossaplatz liegt das rustikale „Brauhaus Reissdorf“. Abseits vom Trubel kann bei gemütlicher Atmosphäre sowohl in kleiner Runde ein Reissdorf Kölsch getrunken als auch ein Familienfest gefeiert werden. Seit 2010 betreiben die Besitzer schon das Brauhaus am Griechenmarkt, das sowohl drinnen als auch draußen mit genug Raum zum Verweilen einlädt. Ein weiteres Highlight: die längste Theke Kölns – hier ist auch bei schlechtem Wetter genug Platz für Besucher.

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