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Colonius-Spitze hat neue Besitzer – sie kommen nicht aus Köln

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Von: Johanna Werning

Der Colonius Fernsehturm in Ehrenfeld.
Die Colonius-Antenne wurde von der Telekom verkauft (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Die Funkantenne des Colonius in Köln wurde verkauft. Die neuen Besitzer: Zwei internationale Investoren. Mit dem Verkauf will die Telekom schuldenfrei werden. 

Köln – Der Colonius ist eines der Wahrzeichen in Köln, seit kurzem ist der Kölner Fernsehturm sogar offiziell ein Denkmal. Immerhin ist er das höchste Gebäude in der Domstadt – und sogar rund 100 Meter höher als der Kölner Dom. Das liegt auch an der Antenne, die zuletzt 2004 ausgetauscht worden ist. Doch genau diese Colonius-Spitze hat nun einen neuen Besitzer.

Köln: Colonius-Spitze verkauft – neue Besitzer des Funkturms sind zwei internationale Investoren

Eigentlich gehörte bislang der Telekom-Tochter GD Towers die Antenne auf dem Colonius. Doch die Telekom hat den Tochterkonzern nun verkauft. Der Preis: 17,5 Milliarden Euro. Der neue Besitzer: Zwei Unternehmen auch den USA und Kanada.

„Die Deutsche Telekom kündigt an, 51 Prozent an GD Towers, dem Funkturmgeschäft des Konzerns in Deutschland und Österreich, an DigitalBridge und Brookfield zu verkaufen“, heißt es in einer Telekom-Pressemitteilung Mitte Juli. Lediglich die restlichen 49 Prozent gehören weiterhin dem Unternehmen mit Hauptsitz in Bonn.

Köln: Colonius-Spitze und 40.000 weitere Funkantennen von Telekom-Verkauf betroffen

Konkret bedeutet das, dass die Colonius-Antenne und die rund 40.000 weiteren Funktürme in Deutschland und Österreich von GD Towers nun mehrheitlich DigitalBridge und Brookfield gehören. Aber was für Firmen verstecken sich hinter den Namen? Das Unternehmen DigitialBridge ist ein globaler Real Estate Investment Trust (REIT) für digitale Infrastruktur. Bookfield ist ein kanadischer Finanzinvestor, der weltweit agiert. Das Unternehmen hat bereits rund 200.000 Funktürme.

Nun kommen die Colonius-Antenne in Köln und viele weitere Funktürme hinzu. Der Abschluss für den Verkauf ist für Ende 2022 geplant. Doch auch danach wird das aktuelle GD Towers-Führungsteam die Leitung übernehmen. „Die Deutsche Telekom behält 49 Prozent der Anteile und bedeutende Minderheitsrechte wie das Recht, 2 von 5 Mitglieder des Shareholder Committee zu benennen, einschließlich des ersten Chairman. Außerdem hat die Deutsche Telekom das Recht, die Kontrolle über GD Towers in der Zukunft zurückzuerlangen und das Unternehmen wieder zu konsolidieren“, so die Telekom weiter.

Colonius: Darum hat die Telekom die Funkantenne in Köln verkauft

Colonius
Bauzeit:1978 bis 1981
Einweihung:3. Juni 1981
Höhe mit Antennenspitze266 Meter

Mit der Partnerschaft will man jedoch dafür sorgen, dass die strategischen Pläne von GD Towers weiterentwickelt werden. So soll dauerhaft mehr Geld verdient werden, erklärt die Telekom. Außerdem soll der Verkauf einen Teil zur Entschuldung der Telekom beitragen und den Weg zu 50,1 Prozent der Anteile an T-Mobile US beschleunigen, heißt es weiter. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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