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Köln: Ohne Tests, ohne Masken – Stadtgarten-Wirt schickt Querdenker weg

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Von: Nina Büchs

Besucher sind auf der Terrasse und im Biergarten des Restaurants im Stadtgarten in Köln.
Auch das Restaurant im Stadtgarten in Köln hat seinen Außenbereich für Gäste nun wieder geöffnet. © 24RHEIN

Die Außengastronomie in Köln hat wieder geöffnet. Beim Besuch muss jedoch ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Drei Gäste im Stadtgarten sahen das nicht ein.

Köln – Freudestrahlende Gesichter bei Gästen und Wirten in Köln: Seit Montag darf die Außengastronomie in der Domstadt wieder öffnen – dank des stabilen Corona-Inzidenzwertes unter 100. Schon am ersten Öffnungstag füllten sich die Tische in den Kölner Cafés, Restaurants und Kneipen. Es war ein Tag der Freude, denn nun kehrt in Köln das Leben endlich wieder zurück.

Seit Montag sitzen in den Biergärten und Außenbereichen der Gastronomien nun also wieder viele glückliche Menschen zusammen und genießen ihren Cappuccino oder ihr kühles Kölsch. Doch wer bewirten werden möchte, muss sich an bestimmte Regeln halten. So muss zum Beispiel ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Testpflicht. Wie 24RHEIN erfuhr, wollten sich jedoch nicht alle Gäste an diese Auflagen halten.

Köln: Wirt im Stadtgarten schickt Querdenker weg – sie kamen ohne Test und ohne Maske

Am Montag überzeugten sich zwei Redakteure von 24RHEIN selbst davon, wie der Tag der Lockerungen in Köln lief. Dabei schauten sie auch im Restaurant im Stadtgarten vorbei. Geschäftsführer Michael Hinz erzählte, dass der Tag super gelaufen sei. Jedoch gab es auch Ausnahmen bei den freundlichen Gästen. „Ich hatte tatsächlich drei Querdenker. Ohne Test, ohne Maske. Die mussten dann gehen“, so Hinz.

Dabei wäre es eigentlich gar kein Aufwand gewesen, sich gegen das Coronavirus testen zu lassen. Ein Testzentrum befindet sich nämlich direkt neben dem Biergarten. Ein Teil der Einnahmen durch die Tests wird dann an die IG Gastro gespendet. Wie Wirt Michael Hinz erzählt, käme dies eigentlich bei den Gästen gut an.

Coronavirus in Köln: Wirt schickt Querdenker weg – war dies ein Einzelfall?

Doch war das Erlebnis des Wirtes im Stadtgarten ein Einzelfall? Oder wurden weitere „Querdenker“ gemeldet, die sich nicht an die Auflagen eines Gastronomiebesuchs halten wollten? Wie die Stadt auf Nachfrage von 24RHEIN mitteilte, gab es in diesem Zusammenhang keine weiteren oder ähnlichen Vorfälle. Auch der Polizei Köln lagen keine weiteren Meldungen über Corona-Verstöße in den Außengastronomien vor, so ein Polizeisprecher.

Die Lage blieb also friedlich. Doch was, wenn ein solcher Fall in den kommenden Tagen nochmal auftreten sollte? Was können Wirte dann unternehmen? Die Stadt gibt Auskunft: „Falls unter den Gästen ‚Querdenker‘, oder Maskenverweigerer sitzen sollten, müssen die Wirte diese Gäste aus der Außengastronomiefläche verweisen. Sollten sich die Gäste weigern, zu gehen, kann der Wirt die Polizei rufen, um diese Gäste per Zwang aus der Außengastronomiefläche zu verweisen“, so Robert Baumanns, ein Sprecher der Stadt.

Sollten Wirte diese Gäste jedoch trotzdem bedienen, trifft auch die Wirte selbst Schuld. „Falls dies dem Ordnungsamt bei Kontrollen auffallen sollte, werden sowohl gegen den Wirt als auch gegen den Gast Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet“, so Baumanns. (nb)

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