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Köln: Bagatelle mit harter Ansage an Laschet – „grenzt an Asozialität“

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Von: Johanna Werning

Das Restaurant Bagatelle in der Teutoburger Straße.
Die Bagatelle fordert Armin Laschet auf die Verordnung an die Impf-Fortschritte in NRW anzupassen (Symbolbild) © Wilhelm Mierendorf/Imago

Die Bagatelle in Köln findet harte Worte. Das Restaurant in der Südstadt fordert Armin Laschet auf, endlich neue Corona-Regeln festzulegen – mit 3G-Prinzip.

Köln – Der Ärger in der Gastronomie-Branche steigt – auch in Köln. Viele Gastro-Besitzerinnen und Besitzer sind sauer, denn obwohl die Corona-Impfquote steigt, bleibt es bei harten Regeln für Gastronomie-Betriebe. Für die Bagatelle in der Kölner Südstadt ein echtes Unding. Das Restaurant macht darum NRW-Ministerpräsident Armin Laschet eine echte Ansage. Mit „Loss jonn Armin“ erklärt die Bagatelle ihre Forderungen auf Facebook.

Köln: Bagatelle mit harter Ansage an Laschet – „verdammte Verordnung“ erneuern

Denn während in Baden-Württemberg ab Montag Clubs und Konzerte wieder für Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete öffnen dürfen, bleiben die Läden in NRW geschlossen. Die Gastronomie darf nur mit Einschränkungen und Abständen öffnen. Dabei seien hier bereits 80 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft. Für die Bagatelle sind die strengen Corona-Regeln damit längst überholt.

Eigentlich sollte Anfang August eine neue Verordnung kommen. Stattdessen kam „nix“, wie das Restaurant zusammenfasst. „Wenn man aber Konzerte oder Straßenfeste veranstaltet, ein Theater oder einen Zirkus leitet, Gastronomie oder Veranstaltungen jeglicher Couleur vorbereitet, dann ist das totale Scheiße und massivst schädigend, wenn man es nicht auf die Kette bekommt, eine verdammte Verordnung zu erneuern.“ Und auch die Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August habe keine „relevanten Ergebnisse“ gebracht.

Köln: Bagatelle mit harter Ansage an Laschet – mehr Freiheiten für Geimpfte

Für die Bagatelle in der Kölner Südstadt und einige weitere Gastro-Betriebe ein echtes Ärgernis. Mit dem Appell an Armin Laschet sollen nun die Forderungen umgesetzt werden: Mehr Lockerungen in Verbindung mit der 3G-Regel: „Es grenzt an Asozialität, dass wir alle in der Luft hängen.“ Immerhin verdienten Unzählige durch Veranstaltungen und Co. ihren Lebensunterhalt. „Alleine an unseren 60 Wohnzimmerkonzerten verdienen ca. 200 Techniker, 400 Künstler:innen und unser Personal“, so die Betreibenden weiter.

Bei Weitem sei das kein Einzelfall, darum wünsche man sich, dass Laschet endlich handelt. „Es wird Zeit jetzt mutig zu werden und das Leben für Geimpfte wieder normal zu gestalten. JETZT – nicht nach der Bundestagswahl. Tanzen, Musik und Kultur sind wichtig für die Seele und genau die dürfen wir in dieser Pandemie nicht ganz vergessen“, fordert das Restaurant weiter.

Köln: Bagatelle-Ansage an Laschet – Gäste sind gespalten

Und die Gäste? Die sind offenbar gespalten. Während die einen auf Facebook die klaren Worte des Restaurants bejubeln, sind andere skeptisch. Zwar seien die Impfzahlen in NRW höher, jedoch sei auch die Inzidenz doppelt so hoch. Während Baden-Württemberg einen Wert von 23,7 hat, liegt die Inzidenz in NRW bei 45,5. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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