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Köln: 250 Menschen demonstrieren am Heumarkt gegen die Ausgangssperre

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Von: Nina Büchs

Teilnehmer tragen bei einer Demonstration gegen Ausgangsbeschränkungen Plakate mit der Aufschrift „Nein zur Ausgangssperre“ und „Nein zu Querdenken“

Hunderte Menschen haben am Samstag, 17. April, in Köln gegen die Ausgangssperre demonstriert. © Henning Kaiser/dpa

Seit Freitag, 16. April, gilt in Köln eine Ausgangssperre. Dagegen haben nun 250 Menschen an Heumarkt demonstriert.

Köln – Bei einer Demonstration auf dem Heumarkt in Köln haben am Samstagabend Gegner der Corona-Ausgangsbeschränkungen ihrem Unmut Luft gemacht. Laut Veranstalter protestierten etwa 250 Menschen unter dem Motto „Nein zu Ausgangssperren! Gesundheitsschutz statt Einschränkung unserer Grundrechte!“ und forderten das sofortige Ende der Ausgangsbeschränkungen. Laut Polizei verlief die Kundgebung friedlich und weitestgehend unter Einhaltung der Corona-Auflagen. Vor dem Beginn der Ausgangssperre, die in Köln seit dem 16. April gilt, wurde die Demonstration beendet.

Köln: Auch am kommenden Mittwoch wird gegen die Ausgangssperre demonstriert

Verschiedene Organisationen und Aktivisten hielten bei der Demo Reden, zwischendurch wurde Musik gespielt. Auch der Kölner Kabarettist Robert Griess richtete Worte an die Teilnehmer der Versammlung. Die Organisatoren kündigten zudem weitere Proteste gegen die Ausgangssperre an. So soll nächsten Mittwoch auf dem Neumarkt eine Kundgebung unter dem Motto „Das Virus geht nicht nachts spazieren, sondern tagsüber arbeiten!“ stattfinden.

Coronavirus in Köln: Ausgangssperre gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr

Die Ausgangsbeschränkungen in der größten Stadt Nordrhein-Westfalens gelten bis auf Weiteres von 21.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens, das hat der Kölner Krisenstab in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab es das seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die hohen Corona-Zahlen und die Auslastung der Intensivstationen machten die Maßnahme unumgänglich, argumentiert die parteilose Politikerin.

Köln: Wer gegen Ausgangssperre verstößt und keinen triftigen Grund nachweisen kann, muss 250 Euro zahlen

Seit Freitagabend darf man in der Domstadt am Rhein nachts nur noch mit triftigem Grund die Wohnung verlassen, etwa wenn man zum Arzt muss, dienstliche Tätigkeiten ausübt oder Kranke begleitet. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 250 Euro geahndet. (nb mit dpa)

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