1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Weitere Öffnungen dank QR-Code? Köln will Corona-Testergebnis digitalisieren

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lydia Mayer

Luca-App mit QR-Code auf einem Smartphone vor einem Biergarten-Schild
Wie Köln will auch Berlin auf digitale Wege im Kampf gegen das Coronavirus setzen. Das könnte auch Außengastronomie ermöglichen. © Friedrich Stark/Imago Images

Die Stadt Köln will Corona-Testergebnisse per QR-Code für die Gastronomie oder die Veranstaltungsbranche verfügbar machen. Das könnte perspektivisch weitere Öffnungen ermöglichen.

Köln – Die Stadt Köln arbeitet derzeit daran, als tragendes Element einer Öffnungsperspektive einen digitalen Corona-Gesundheitsstatus zu ermöglichen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Mittwoch hervor.

Voraussichtlich im April soll das Angebot vorgestellt werden. Im ersten Schritt soll das Zertifikat das aktuelle negative Testergebnis beinhalten, in einem späteren Schritt soll es um den Impfstatus ergänzt werden.

Dank Scan ins Geschäft: Köln will Corona-Testergebnis über QR-Code verfügbar machen

Das Testergebnis wird unmittelbar von der Teststelle digital erzeugt und als QR-Code an die getesteten Personen ausgegeben. Das könne weitere Öffnungen trotz der Corona-Pandemie ermöglichen. Die Veranstaltungsbranche, die Gastronomie oder der Einzelhandel können dann vor Ort durch den Scan des individuellen QR-Codes die Gültigkeit des Corona-Gesundheitsstatus überprüfen.

Wocheninzidenz in Köln weiter über 100: Was bedeutet das für Öffnungsstrategie?

Aktuell ist in Köln aber noch nicht an weitere Öffnungen zu denken. So liegt die Inzidenz in Köln am Mittwoch (17. März) bei 104,1, am Vortag lag sie noch bei über 107. Damit ist der von Bund und Ländern vereinbarte Wert von 100, der die „Notbremse“ und eine Rücknahme bisheriger Lockerungen erforderlich macht überschritten. Dennoch will die Stadt Köln die Lockerungen aktuell (noch) nicht zurücknehmen.

Am Freitag tagt aber wieder der Krisenstab der Stadt Köln um die aktuelle Corona-Situation zu besprechen. Dann könnte es eine Entscheidung geben, wie angesichts der aktuellen Inzidenz-Werte weiter verfahren wird.

Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund des Stopps der Impfungen mit Astrazeneca, die Impfkamapagne gegen das Coronavirus einen Rückschlag erlitten hat. 8.706 Impftermine im Kölner Impfzentrum mussten vorerst abgesagt werden.

Kampf gegen Corona-Pandemie: Auch Berlin will auf digitale Mittel setzen

Auch Berlin will im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf das Smartphone setzen. Genauer auf die App „Luca“. Nutzer tragen dort ihre Kontaktdaten ein, diese werden verschlüsselt. App-Nutzer können per QR-Code einchecken. Besucherlisten werden digital gespeichert und die Kontaktverfolgung von Infektionsketten wird erleichtert. Bei privaten Treffen, aber auch von Gaststätten oder Kultureinrichtungen kann das System genutzt werden.

Die App könne laut Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) auch eine Öffnung der Außengastronomie ermöglichen. Diese stand eigentlich für den 22. März im Stufenplan des Senats, wurde am Dienstag aber wegen hoher Corona-Infektionszahlen nicht beschlossen. Am Wochenende will der Senat wieder beraten.

Luca sorgte in den vergangenen Wochen für Aufsehen, auch weil der Hip-Hop-Sänger Smudo für sie aktiv geworben hat. Seine Band „Die Fantastischen Vier“ ist an der „Luca-Initiative“ rund um die Berliner Entwicklerfirma Nexenio beteiligt.

Auch interessant