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Mega-Projekt Deutzer Hafen: Die Idee vom Hafenpool ist geplatzt

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Von: Martin Henning

Entwurf der dänischen Architekturfirma „Cobe“ zum Hafenpool im Köln-Deutzer Hafen.
Der Entwurf zum geplanten Hafenpool. Nun wurde die Idee aber verworfen. © Cobe Architects

Im schicken neuen Wohn- und Büroquartier am Deutzer Hafen sollte ein Hafenpool gebaut werden. Diese Idee haben die zuständigen Architekten aber verworfen.

Köln – In Köln wird ständig gebaut. Eines der größten Vorhaben ist das Projekt Nord-Süd-Bahn, das allerdings frühestens 2028 abgeschlossen ist. Kleinere Projekte, wie die beleuchteten Rolltreppen an Kölner Haltestellen, kann man sich schon jetzt anschauen.

Ein besonders spannendes Vorhaben wird gerade für ein Gebiet geplant, das laut, schmutzig und nicht gerade ansehnlich daherkommt: Bisher wirkt der Industriehafen in Köln-Deutz nicht wirklich einladend. Doch das soll sich bald ändern. Die Stadt will das Areal zu einem schicken Wohn- und Büroquartier umbauen lassen und hat die Pläne dafür jetzt vorgestellt.

Zehn Jahre – so lange soll es dauern, bis der Deutzer Hafen komplett umgestaltet ist. Damit die Transformation umgesetzt werden kann, müssen zuerst die Industriebetriebe weichen, die dort noch ansässig sind. Dazu gehört unter anderem Ellmühle, einer der größten Mühlbetriebe Deutschlands. Deren Gebäude mit dem Aurora-Stern kennt wohl fast jede Kölnerin und fast jeder Kölner. Derzeit werden dort die Betriebsanlagen abgebaut.

Köln-Deutz: Neues Wohnviertel für 6900 Menschen

3000 Wohnungen für etwa 6900 Menschen sollen laut Plan der Stadt Köln neu entstehen. 30 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert und haben zusätzlich niedrigere Mietpreise. Auch Büros für 6000 Arbeitsplätze sollen in dem Areal gebaut werden, genau so wie sieben Kitas und eine Grundschule.

37,7 Hektar ist das Areal insgesamt groß. Da bleibt neben Wohnungen, Arbeitsstätten und Einrichtungen noch genug Platz für Grünflächen und Freizeitorte. Drei Parks sollen das neue Wohnviertel mit den Poller Wiesen verbinden. Das Hallendach der Halle Steil an der Alfred-Schütte-Allee soll in Zukunft für Inlineskater und Rollhockey-Spieler zur Verfügung stehen. Und es entstehen mehrere Plätze – einer davon unterhalb der bisherigen Krananlagen.

Damit der Charme des Industriegeländes nicht ganz verschwindet, lässt die Stadt „Relikte“ wie zum Beispiel Kräne, Gleisanlagen oder die Mühlengebäude in Köln-Deutz stehen.

Pool im Deutzer Hafen? Architekturbüro Cobe verwirft Idee

Das dänische Architekturbüro Cobe – zuständig für die Umsetzung des Projekts – sorgte mit einer Ankündigung für besonders große Augen: Am Kopfende des Deutzer Hafenbeckens sollte ein zusätzliches Wasserbecken eingehängt werden, um einen ebenerdigen Pool zu schaffen.

Entwurf: Hafenkopf des Deutzer Hafens.
So soll der Hafenkopf jetzt aussehen. Ursprünglich war dort ein Pool geplant. © Cobe

Doch aus dieser Idee wird nichts: Erstens ist das Vorhaben zu teuer, zweitens zu aufwändig und drittens hätte der Pool wegen der angrenzenden Büro-Hochhäuser im Schatten gelegen. Cobe und die Stadt Köln haben sich daher darauf geeinigt, ein Freibad am Stadtteilpark zu bauen. Am Hafenkopf, wo der Pool eigentlich hätte entstehen sollen, soll jetzt eine Treppe mit Sitzstufen zum Wasser gebaut werden.

Ein kleines Hindernis besteht beim Projekt übrigens noch: „moderne stadt“, die Tochtergesellschaft der Stadt, muss mit den verbliebenen privaten Eigentümern im Industrieviertel um den Verkauf der restlichen Flächen verhandeln. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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