Neues Wohn- und Büroquartier

Mega-Projekt Deutzer Hafen: Hier könnten die Kölner schon bald schwimmen gehen

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So soll der „Hafenpool“ später aussehen.

Die Stadt will den Industriehafen in Köln-Deutz zum schicken Wohn- und Büroquartier umbauen lassen. Bald können die Kölnerinnen und Kölner dort sogar schwimmen.

Köln – In Köln wird ständig gebaut. Eines der größten Vorhaben ist das Projekt Nord-Süd-Bahn, das allerdings frühestens 2028 abgeschlossen ist. Kleinere Projekte, wie die beleuchteten Rolltreppen an Kölner Haltestellen, kann man sich schon jetzt anschauen.

Ein besonders spannendes Vorhaben wird gerade für ein Gebiet geplant, das laut, schmutzig und nicht gerade ansehnlich daherkommt: Bisher wirkt der Industriehafen in Köln-Deutz nicht wirklich einladend. Doch das soll sich bald ändern. Die Stadt will das Areal zu einem schicken Wohn- und Büroquartier umbauen lassen und hat die Pläne dafür jetzt vorgestellt.

Zehn Jahre – so lange soll es dauern, bis der Deutzer Hafen komplett umgestaltet ist. Damit die Transformation umgesetzt werden kann, müssen zuerst die Industriebetriebe weichen, die dort noch ansässig sind. Dazu gehört unter anderem Ellmühle, einer der größten Mühlbetriebe Deutschlands. Deren Gebäude mit dem Aurora-Stern kennt wohl fast jede Kölnerin und fast jeder Kölner. Derzeit werden dort die Betriebsanlagen abgebaut.

Köln-Deutz: Neues Wohnviertel für 6900 Menschen

3000 Wohnungen für etwa 6900 Menschen sollen laut Plan der Stadt Köln neu entstehen. 30 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert und haben zusätzlich niedrigere Mietpreise. Auch Büros für 6000 Arbeitsplätze sollen in dem Areal gebaut werden, genau so wie sieben Kitas und eine Grundschule.

38 Hektar ist das Areal insgesamt groß. Da bleibt neben Wohnungen, Arbeitsstätten und Einrichtungen noch genug Platz für Grünflächen und Freizeitorte. Drei Parks sollen das neue Wohnviertel mit den Poller Wiesen verbinden. Das Hallendach der Halle Steil an der Alfred-Schütte-Allee soll in Zukunft für Inlineskater und Rollhockey-Spieler zur Verfügung stehen. Und es entstehen mehrere Plätze – einer davon unterhalb der bisherigen Krananlagen.

Damit der Charme des Industriegeländes nicht ganz verschwindet, lässt die Stadt „Relikte“ wie zum Beispiel Kräne, Gleisanlagen oder die Mühlengebäude in Köln-Deutz stehen.

Kölner können bald in Deutzer Hafen schwimmen

Am spannendsten ist für die meisten Kölnerinnen und Kölner vielleicht aber, dass man schon bald im oder am Hafenbecken schwimmen kann. Derzeit ist noch unklar, an welcher Stelle sich das „Freiluft-Erlebnisbad“ genau befinden und wie das Projekt umgesetzt werden soll. Aber nicht nur Schwimmer sollen von den freigewordenen Wasserflächen profitieren. Auch Stand-Up-Paddler und Ruderer sollen dort Sport treiben können.

Zuständig für die Umsetzung des Projekts ist die dänische Architekturfirma „Cobe“, die neben vielen Projekten in ihrer Heimatstadt Kopenhagen auch Stadtbauprojekte in Berlin umsetzt.

Noch ist aber nichts final. Die erarbeiteten Pläne sollen Mitte des Jahres mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Ein kleines Hindernis besteht: „moderne stadt“, die Tochtergesellschaft der Stadt, muss mit den verbliebenen privaten Eigentümern im Industrieviertel um den Verkauf der restlichen Flächen verhandeln. (mah)

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