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Köln: Großeinsatz auf dem Rhein, weil Stand-Up-Paddler aussah, „als ob er Hilfe benötige“

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Von: Martin Henning

Ein Hubschrauber sucht nach einem Badeunfall am Rhein nach Vermissten.
Beim Großeinsatz in Köln-Deutz war auch ein Hubschrauber vor Ort. (Symbolfoto) © Roberto Pfeil/dpa

Großeinsatz am Dienstagmittag in Köln: Polizei und Feuerwehr suchten am Rhein nach einem Stand-Up-Paddler. Der Fall klärte sich auf, es drohen Konsequenzen.

Köln – Polizei und Feuerwehr haben am Dienstagmittag in Köln nach einem Mann gesucht, der auf dem Rhein vermeintlich in Gefahr geraten war.

Gegen 12:40 Uhr ging bei der Feuerwehr ein Notruf ein, der die Einsatzkräfte sofort dazu veranlasste, die Kollegen von der Polizei zu alarmieren. „Eine Frau meldete, dass sie auf Höhe der Kranhäuser einen Stand-Up-Paddler gesehen habe. Es habe den Eindruck gemacht, als benötige der Mann Hilfe“, sagte Polizeisprecher Carsten Rust auf 24RHEIN-Anfrage.

Köln-Deutz: Polizei und Feuerwehr auf der Suche nach Stand-Up-Paddler

Die Polizei zog ihrerseits die Wasserschutzpolizei zur Unterstützung dazu. In einem Großaufgebot suchten sie den Rheinabschnitt in Deutz nach dem unbekannten Mann ab. Unter anderem war auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Gegen 12:55 Uhr nahmen andere Zeugen am Rheinboulevard wahr, wie der gesuchte Mann aus dem Rhein stieg. Mithilfe der Hinweise konnten Einsatzkräfte der Polizei den 44-Jährigen gegen 13:05 antreffen. „Nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass der Mann sich zu keinem Zeitpunkt in einer Notlage befunden hat“, sagte Polizeisprecher Rust.

Im Rhein kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen

Bislang ist unklar, ob dem Mann wegen seines Ausflugs auf dem Rhein Konsequenzen drohen. Das würde die Wasserschutzpolizei in Duisburg prüfen, die auch bei diesem Einsatz involviert war.

Immer wieder kommt es im Rhein zu tödlichen Unfällen. Mitte Juni waren drei Mädchen im Rhein bei Duisburg gestorben. Die Stadt Köln warnt vorm Schwimmen im Rhein. Dennoch lassen sich Manche den Badespaß nicht nehmen. Ein Kölner Start-Up bietet sogar Surf-Kurse auf dem Rhein an – und das ganz legal. Vor dem Hintergrund der Unfälle gab das auch Kritik.

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