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Ärger um Deutzer Kirmes: „Die Jugendlichen sind heute einfach anders drauf“

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Von: Johanna Werning

Die Kirmes Happy Colonia auf der Deutzer Werft in Köln.  Davor Bezirksbürgermeister Andreas Hupke.
Wegen der chaotischen Zustände beruft Bezirksbürgermeister Andreas Hupke eine Bürgerversammlung ein (24RHEIN-Montage) © Jochen Tackk/Imago & Future Image/Imago

Köln-News: Nach den Ausschreitungen rund um die Deutzer Kirmes hat Bezirksbürgermeister Hupke für den 10. Mai eine Bürgerversammlung einberufen.

Köln – Lange haben sich Schausteller und Kölner auf die Osterkirmes in Köln-Deutz gefreut. Doch in den letzten Tagen sorgte die Deutzer Kirmes immer wieder für Kritik: Die Deutzer Kirmes war nicht nur überfüllt, rund um die Deutzer Werft kam es am Mittwoch (20. April) zu Ausschreitungen. Die Polizei Köln sprach von einer „Tumultlage“. Und auch der ein oder andere Kölner zeigte sich besorgt.

Köln-News: Deutzer Kirmes bekommt Unterstützung von Bezirksbürgermeister Hupke

Aber was sagt Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) zu den Vorwürfen? „Es gab immer Menschen, denen die Kirmes ein Dorn im Auge war“, so der 72-Jährige. Allerdings müsse man zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden. Zwar gäbe es Müll und Dreck rund um die Deutzer Kirmes. „Dafür können aber die Schausteller nichts. Die bauen Toiletten und Mülleimer auf.“ Ursache seien vielmehr die Jugendlichen. „Die sind heute einfach anders drauf“, erzählt Hupke im Gespräch mit 24RHEIN.

Und gegen die müsse man vorgehen – gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt. Wie das klappen soll? Ein neues Sicherheitskonzept. „Poser“ sollen zum Beispiel direkt auf der Deutzer Brücke aus dem Verkehr gezogen werden. Und auch ein neues Verkehrskonzept müsse her, so Hupke, der sich selbst als „Kirmes-Freund“ bezeichnet.

Die Kirmes hingegen abzusagen oder an einem andern Ort stattfinden zu lassen, sei keine gute Idee. „Die Kirmes ist ja auch ein Kulturgut. Die gibt es seit über 100 Jahren in Deutz“, sagt Hupke weiter. Klar sei jedoch auch, dass „die heftigen Begleiterscheinungen verschwinden müssen.“

Deutzer Kirmes: Bürgerversammlung soll chaotische Zustände in Köln aufarbeiten

Außerdem sollen die chaotischen Zustände rund um die Deutzer Kirmes aufgearbeitet werden. Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) hat dafür eine Bürgerversammlung in der Kirche St. Heribert einberufen. Thema: Die „Ereignisse im Zusammenhang mit der Osterkirmes in Deutz“. Er erwartet rund 100 bis 150 Leute, die gemeinsam über die Deutzer Kirmes diskutieren. „Es ist wichtig, dass wir miteinander reden – und nicht übereinander.“

Deutzer Kirmes: Bürgerversammlung am 10. Mai 2022

Bürgerversammlung zur Deutzer Kirmes

Adresse: St. Heribert an der Deutzer Freiheit, Tempelstraße 2A, 50679 Köln.

Die Bürgerversammlung startet um 19 Uhr. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr.

Corona-Regeln: Maskenpflicht während der gesamten Veranstaltung.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 10. Mai, um 19 Uhr statt. Nicht nur der Bezirksbürgermeister sei vor Ort. Es seien unter anderem auch Schausteller, Polize, Ordnungsamt und AWB angefragt, erzählt Hupke weiter. Während der gesamten Veranstaltung gelte eine Maskenpflicht, so der Bezirksbürgermeister.

Deutzer Kirmes wird Thema in Politik – Bezirksvertretung Köln-Innenstadt

Auch in der Bezirksvertretung Köln-Innenstadt wird die Deutzer Kirmes zum Thema. Die CDU hat für die Sitzung am 2. Juni eine Aktuelle Stunde beantragt. Die Forderung: Lösungen, um die chaotischen Zustände an der Deutzer Kirmes künftig zu vermeiden und die Anwohner zu schützen. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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