Zwei Varianten im Gespräch

Ebertplatz: Kölner Brennpunkt soll umgebaut werden – Stadtrat will Bürgerbeteiligung

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Auch wenn er tagsüber nicht immer so aussieht, ist der Ebertplatz ein Brennpunkt in Köln.
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Der Kölner Stadtrat hat das weitere Vorgehen bei der Neugestaltung des Ebertplatzes beschlossen. So soll es einen Architektenwettbewerb unter Einbezug der Öffentlichkeit geben.

Köln – In Köln ist nun schon seit Jahren eine Umgestaltung des Ebertplatzes in Planung. Gerade in den vergangenen Wochen wurde das Thema erneut hitzig in der Politik sowie Bevölkerung diskutiert. Der Stadtrat hat nun in der Sitzung am Dienstag, 23. März, mit einer großen Mehrheit beschlossen, wie bei dem Projekt fortgefahren werden soll. Dabei wurde der eingebrachte Vorschlag der Stadtverwaltung vor allem an einer entscheidenden Stelle abgeändert.

Ebertplatz in Köln: Stadtrat ändert Vorschlag der Verwaltung – Öffentlichkeit soll beteiligt werden

Bei der Sitzung haben sich Grüne, SPD, CDU, Linke, FDP und Volt gemeinsam für einen Architektenwettbewerb ausgesprochen. Somit wurde der Vorschlag des Kölner Baudezernats dahingehend verändert, dass man nicht nur ein einzelnes Büro für die Vorschläge zum Umbau beauftragt.

Aktuell gibt es dabei konkret zwei Ideen, wie der Ebertplatz langfristig umgestaltet werden könnte: Entweder, die unterirdische Passage wird saniert und besser in den Platz integriert. Oder sie wird abgerissen, das Loch zugeschüttet und der Ebertplatz auf die Höhe der umliegenden Straßen angehoben.

Vorerst sollen beide Optionen grundsätzlich beibehalten und geplant werden. Im ersten Schritt wird es dabei aber eine städtebaulichen Vorqualifizierung unter Einbindung der Öffentlichkeit geben. Anschließend gibt es eine europaweite Ausschreibung und somit einen Planungswettbewerb.

Kölner Ebertplatz: Henriette Reker lobt Beschluss – Politik sieht Handlungsbedarf bei Brennpunkt

Oberbürgermeisterin Henriette Reker lobte am Ratsbeschluss vor allem die Bürgerbeteiligung: „Ich finde es richtig, dass nun bereits im Vorfeld zu der Arbeit der Experten- und Planungsteams eine große Öffentlichkeitsbeteiligung stattfindet. Die frühzeitige Einbindung der Bürgerschaft mit ihren Ideen und Vorschlägen für eine ausgereifte Planung, gepaart mit den Ergebnissen aus der Zwischennutzung, kann für den langfristig anzulegenden Umbau des Eberplatzes nur hilfreich sein. Ich freue mich auf eine rege Beteiligung“.

Der Hintergrund des Umbaus sind die noch aktive Drogenszene sowie die allgemein negative Wahrnehmung des Platzes in der Öffentlichkeit. Immer wieder gibt es am Ebertplatz auch gewaltsame Konflikte. Zuletzt kam es im August 2019 zu einer Messerstecherei zwischen Dealern, bei dem ein Mann ums Leben kam. (os)

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