Bürger können sich beteiligen

Köln: Ehrenstraße soll grüner werden – an der Planung kann sich jeder beteiligen

+
Die Ehrenstraße gehört zu den beliebtesten Shoppingmeilen in Köln.
  • schließen

Die Stadt Köln plant in einem größeren Projekt die Umgestaltung der Ehrenstraße in der Innenstadt. Auch die Bürgerinnen und Bürger können sich daran beteiligen.

Köln – Die Ehrenstraße im Apostelviertel der Innenstadt zählt zu den beliebtesten Einkaufsstraßen in Köln. Doch der Autoverkehr und der dadurch entstehende Lärm auf der Shoppingmeile stören vor allem Anwohner und Kunden. Daher beschloss die Stadt Köln am 21. Januar 2021 eine verkehrliche Umgestaltung der Ehrenstraße. Die Planungsarbeiten laufen bereits – und auch Kölnerinnen und Kölner sind zur Beteiligung aufgerufen.

Köln: Wohn- und Aufenthaltsqualität auf der Ehrenstraße sollen verbessert werden

Ziel der Umgestaltung ist es, die Ehrenstraße „kurzfristig vom Autoverkehr“ zu entlasten und deutlich „grüner“ zu gestalten. Das soll die Wohn- und Aufenthaltsqualität steigern, die Klimasituation verbessern und gleichzeitig den Fuß- und Radverkehr fördern. Zudem sollen an der Kreuzung Ehrenstraße/Benesisstraße/Pfeilstraße und am Willy-Millowitsch-Platz Quartiers-Plätze entstehen, die als „Ruhe- und Erlebnisorte“ dienen sollen, so ein Sprecher der Stadt.

Die Bezirksvertretung Innenstadt wird den Planungsprozess aktiv begleiten. Aber auch alle Kölnerinnen und Kölner sind auf dem Online-Portal „Meinung für Köln“ dazu aufgerufen, daran teilzunehmen. Dabei kann man nicht nur seine Meinung zu den bisherigen Plänen hinterlassen, sondern auch Fragen stellen oder eigene Ideen einbringen. Noch bis zum 6. Juni 2021 können sich alle Menschen aus Köln an der Diskussion und Planung beteiligen. Die Stadt stellt zudem auch direkte Fragen, auf die die Bürgerinnen und Bürger im Dialog eingehen können.

Umgestaltung der Ehrenstraße: Der Planungsprozess der Stadt im Überblick

Wie die Stadt mitteilt, laufe der Planungsprozess insgesamt in drei Schritten ab:

  • Schritt 1: Das Planungsteam hat die Auswirkungen der gewünschten verkehrlichen Veränderungen gemeinsam mit der Bezirksvertretung untersucht. Nach Anhörung der online eingebrachten Ideen und Anregungen wird das geplante Verkehrskonzept für die Ehrenstraße am 10. Juni 2021 öffentlich beraten, um die Veränderungen für die weitere Planung zu beschließen
  • Schritt 2: Im nächsten Schritt beginnt die Straßenplanung für die Ehrenstraße. Dafür soll schon Ende Mai eine Befragung der betroffenen Anliegerinnen und Anlieger an der Ehrenstraße durchgeführt werden. Dort soll es unter anderem auch um die Anliefersituation der Geschäfte gehen
  • Schritt 3: Wenn alles ausgewertet wurde, erarbeiten die Planer Entwürfe für die Umgestaltung der Ehrenstraße. Diese werden dann zur Diskussion freigegeben. Die Bezirksvertretung Innenstadt wird darüber beraten und einen Beschluss fassen

Stadt Köln: Ehrenstraße soll zu einer „Wohlfühlstraße“ werden

„Die Verwaltung möchte für die Umgestaltung der Ehrenstraße alle Voraussetzungen für einen offenen und transparenten Planungsprozess schaffen“, betont ein Sprecher der Stadt. Anwohner und die gesamte Öffentlichkeit sollen an jedem Planungsschritt teilnehmen können.

Das gesamte Projekt ist Teil des „Masterplans Innenstadt“ der Stadt Köln. Dieser sieht unter anderem eine Verkehrsberuhigung wichtiger Straßen im Apostelviertel vor. „Hinzu kommt der deutliche Trend, dass der Radverkehr in Köln stetig zunimmt und Lösungen für eine sichere und komfortable Radverkehrsführung gefunden werden müssen“, so die Stadt weiter. Ziel ist es, die Ehrenstraße zu einer sogenannten „Wohlfühlstraße“ zu machen. Auch die Breite Straße soll im gleichen Zuge vom Autoverkehr entlastet werden.

Die Umgestaltung der Ehrenstraße ist eines von mehreren Großprojekten der Stadt Köln. So soll es auch Umbauten im Bereich des Kölner Doms geben. Vor allem der Sockel auf der Nordseite soll dafür erneuert werden. Auch für eine Umgestaltung des Ebertplatzes laufen derzeit Planungen. (bs)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion