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Einsturz des Stadtarchivs in Köln: BGH überprüft Freisprüche von zwei Bauleitern

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Rettungskräfte in einem Krankorb suchen am Samstag (07.03.2009) in Köln in den Trümmern des eingestürzten Historischen Stadtarchivs nach Vermissten.
Das Kölner Stadtarchiv war im März 2009 eingestürzt. Bei dem Unglück kamen zwei Menschen ums Leben. (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

12 Jahre ist es her, als das Stadtarchiv in Köln einstürzte und zwei Menschen in den Tod riss. Am Mittwoch überprüft der Bundesgerichtshof in diesem Fall zwei Freisprüche.

Karlsruhe – Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe überprüft am Mittwochmorgen, 7. Juli, die Freisprüche von zwei Bauleitern nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln. Bei dem Unglück im März 2009 waren zwei Menschen ums Leben gekommen, die sich in zwei angrenzenden und ebenfalls eingestürzten Wohnhäusern aufgehalten hatten. An den Gebäuden und vor allem den darin gelagerten historischen Dokumenten entstand ein immenser Schaden in dreistelliger Millionenhöhe.

Einsturz des Stadtarchivs in Köln: Das war die Ursache des Unglücks im Jahr 2009

Laut Kölner Landgericht waren die Gebäude eingestürzt, weil in unmittelbarer Nähe eine 27 Meter tiefe Baugrube für eine neue U-Bahn-Haltestelle durch eine geborstene Schlitzwand mit Wasser und Sand volllief. Als Ursache stellte das Gericht einen gravierenden Fehler beim Aushub 2005 fest: Arbeiter hatten damals einen Gesteinsblock nicht beseitigt.

Zum Jahrestag des Unglücks hatte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker im März 2021 auf Twitter in einer zweiminütigen Video-Botschaft den Opfern des Einsturzes vor zwölf Jahren gedacht. Darin sagte sie, dass das Trauma des Einsturzes noch immer zu spüren sei. Das neue Gebäude des Stadtarchivs wurde übrigens in diesem Jahr fertig gestellt.

Köln: Stadtarchiv eingestürzt – beide Bauleiter vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen

Die beiden Bauleiter, die für die Errichtung der Schlitzwand und den Aushub der Grube verantwortlich waren, wurden im Oktober 2018 vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Das Landgericht stellte zwar Verletzungen der Sorgfaltspflicht fest. Diese seien jedoch nicht die Ursache für den Einsturz gewesen. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein. Wann ein Urteil gefällt wird, ist offen. (nb mit dpa)

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