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Familientage bei Happy Colonia abgesagt – chaotische Zustände, Besucher stürmten Gelände

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Von: Johanna Werning

Die Deutzer Kirmes Happy Colonia auf der Deutzer Werft.
Am ersten Familientag der Deutzer Kirmes „Happy Colonia“ kam es zu langen Warteschlangen. © Jochen Tack/Imago

Bei „Happy Colonia“ in Köln wird es keine Familientage mehr geben. Der Veranstalter reagiert damit auf lange Wartezeiten und Menschenandrang beim ersten Familientag.

Köln – Die „Happy Coloniabeendet die Aktionen zum „Familientag“. Das teilt der Kirmes-Freizeitpark in Köln Deutz am Freitag mit. Aus Sicherheitsgründen werde künftig auf den Familientag verzichtet. Am Mittwoch, 4. August, fand somit der erste und letzte „Familientag“ an der Deutzer Werft statt, bei dem die Fahrpreise nur die Hälfte kosteten. Beim ersten Aktionstag war es zu langen Warteschlangen im Eingangsbereich gekommen.

Die Happy Colonia

Die „Happy Colonia“ gilt als „erster temporärer Freizeitpark in Köln“. „Happy Colonia“ findet dort statt, wo für gewöhnlich auch die Deutzer Kirmes angesiedelt war – direkt am Rhein. Rund 50 Schausteller haben ihre Buden und Karussells auf dem Gelände der Deutzer Werft aufgebaut. Bis zum 22. August dauert die Veranstaltung, die an eine Kirmes erinnert.

Köln: Happy Colonia sagt Familientage ab – der Überblick

Köln: Happy Colonia sagt Familientage ab – Sicherheit hat „höchste Priorität“

Auf Facebook teilt die Gemeinschaft Kölner Schausteller e.G. (GKS) als Veranstalter der „Happy Colonia“ mit, dass die Spar-Aktion mit sofortiger Wirkung beendet wird. „Die Gesundheit und Sicherheit von Ihnen und dem Team von ‚Happy Colonia‘ hat für uns höchste Priorität.“ Zuletzt sei das aber nicht möglich gewesen.

Beim Familientag am Mittwoch kam es zu langen Warteschlangen vor dem Einlass. Kurzerhand musste der Einlass vorzeitig gestoppt werden. Auch die GKS teilt mit, dass die Warteschlangen zum Problem aufgrund des Coronavirus geworden sind. „Die begrenzte Besucherzahl von gleichzeitig 4000 Gästen auf dem Platz führten für zahlreiche Besucher zu langen Warteschlangen und daher haben wir uns dazu entschlossen, die angekündigten Familientage für Donnerstag, den 12. August, und Mittwoch, den 18. August, nicht durchzuführen.“

Köln: Happy Colonia sagt Familientage ab – Stadt spricht von „chaotischer Situation“

Auch die Stadt Köln spricht von Problemen am Familientag. „Die Situation an der Einlasskontrolle zeigte sich im Hinblick auf die Masse an Besucher*innen chaotisch und ungeordnet. Es konnte festgestellt werden, dass die 3G-Regeln durch das Service-Personal der Veranstalter nicht immer hinreichend kontrolliert wurden“, so Pressesprecher Robert Baumanns auf Nachfrage von 24RHEIN.

Die Warteschlange sei mehrere hundert Meter lang gewesen. Die 1000 Personen haben „überwiegend weder Abstände eingehalten noch Masken getragen“, so der Pressesprecher der Stadt Köln weiter. Auch Anwohnerinnen und Anwohner haben sich demnach bei der Stadt beschwert. „Passanten sowie Radfahrende mussten auf die stark befahrene Siegburger Straße ausweichen. Aufgrund dieser erhöhten Unfallgefahr wurde zusätzlich die Polizei hinzugerufen.“

Zusätzlich sei es am Familientag zu kleineren Ärgernissen gekommen. „Während des Einsatzes der Ordnungsdienstkräfte erreichte die externe Sicherheitsfirma des Veranstalters der Hinweis, dass an einer Stelle die Zäune überrannt werden und sich so große Personengruppen unbefugt Zutritt zum Gelände verschaffen“, so Baumanns weiter.

Köln: Happy Colonia sagt Familientage ab – Kirmes-Freizeitpark geht dennoch weiter

Ganz abgesagt wird die „Happy Colonia“ mit ihren Fahrgeschäften jedoch nicht. „Selbstverständlich haben wir an diesen Tagen regulär für Sie geöffnet und freuen uns auf ihren Besuch“, so der Veranstalter weiter. Somit wird der Fahrpreis künftig an allen Öffnungstagen gleich sein.

Damit die Sicherheit in Zukunft weiterhin gewährleistet ist, arbeiten Veranstalter und Stadt weiterhin eng zusammen. Man habe auf die „mangelhaften Zustände hingewiesen und notwendige Maßnahmen besprochen und umgesetzt“, erklärt der Pressesprecher der Stadt weiter. Zusätzlich werde das Ordnungsamt die Einhaltung „regelmäßig kontrollieren“.

Update-Hinweis: Der Artikel wurde zuletzt am 6. August aktualisiert. Neuerung: Statement der Stadt Köln.

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