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Köln: Polizisten mit illegalem Böller beworfen – er explodiert direkt neben ihnen

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Polizisten mit schusssicheren Westen, Helmen und Maschinenpistolen laufen durch den Kölner Hauptbahnhof.
Eine Streife der Bundespolizei wurde am Hauptbahnhof Köln mit einem Böller beworfen. © Christoph Hardt/Imago

Eine Streife von Bundespolizisten ist am Hauptbahnhof Köln mit einem illegalen Böller beworfen worden. Dies hatte stundenlang Folgen.

Köln – Am Sonntag (2. Januar) sind Bundespolizisten am Hauptbahnhof Köln durch einen Böllerwurf verletzt worden. Der Knall der Detonation war wohl so laut, dass weitere Beamten diesen in der Wache bemerkten, wie die Polizei am Montag in Köln mitteilte. Der Täter konnte schnell gefasst werden, wehrte sich aber bei seiner Vernehmung.

Böllerwurf in Köln: Bundespolizisten durch Explosion verletzt – Täter zufällig gefunden

Gegen 21:45 Uhr liefen die Bundespolizisten über den Breslauer Platz zu einem Einsatz. Dabei kam ihnen ein Böller entgegen, der direkt bei den Beamten explodierte. Dies hatte stundenlang Folgen: Die Betroffenen erlitten „Druckgefühle in den Ohren und vernahmen über Stunden andauernde piepende Töne“. Wegen der „Größe der Detonation“ konnten der Werfer aber zuerst nicht ausgemacht werden, erklärte die Polizei.

Jedoch wurden anderen Bundespolizisten kurz danach von Ordnungsamt-Mitarbeitenden um Hilfe gebeten. Sie wollten die Personalien eines Mannes feststellen. Kurz danach wurde klar, dass es sich bei dem 28-Jährigen um den gesuchten „Böllerwerfer“ handelte. Zusätzlich fanden sie heraus, dass er einen sogenannten „Polenböller“ der Kategorie „FP3“ geworfen hatte.

Köln Hauptbahnhof: Böllerwerfer scheitert mit Faustschlag – bereits polizeilich gesucht

Der Böllerwerfer wurde zur Dienststelle gebracht. Da er aber keinen Ausweis dabei hatte, wurde seine Identität per Fingerabdrücken ausgemacht. Danach schlug er „gezielt mit einem Faustschlag nach einem Beamten“, der den Angriff aber abwehren konnte.

Durch die Überprüfung fanden die Polizisten heraus, dass der 28-Jährige aus Syrien bereits wegen unerlaubten Aufenthalt gesucht wird. Nun erwarten ihn zusätzlich Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs und dem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. (os mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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