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Hauptbahnhof Köln: Mann will seinen Zug nicht verpassen – und riskiert sein Leben

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Von: Nina Büchs

Ein Intercity IC mit Doppelstockwagen bei der Ankunft am Bahnsteig im Hauptbahnhof Köln.
Ein Mann sprang am Kölner Hauptbahnhof auf das Trittbrett eines IC. © IMAGO/ Ralph Peters

Ein Mann hat am Kölner Hauptbahnhof sein Leben leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Um seinen Zug nicht zu verpassen, sprang er einfach auf das Trittbrett eines ICE.

Köln – Diese waghalsige Aktion am Kölner Hauptbahnhof hätte schwerwiegende Folgen haben können: Ein Mann hatte am Montagmorgen, dem 12. April, versucht seinen Zug nicht zu verpassen – als sich die Türen jedoch nicht mehr öffnen ließen, sprang er kurzerhand auf das Trittbrett des Zuges und begab sich damit in Lebensgefahr.

Hauptbahnhof Köln: Mann begibt sich in Lebensgefahr, weil er den Zug nicht verpassen will

Am Hauptbahnhof in Köln wollte der Fahrgast vor Abfahrt des IC2021 von Hamburg nach Frankfurt am Main nur eine kurze Raucherpause einlegen. Als er jedoch wieder auf seinen Platz zurückkehren wollten, bekam er einen Schreck: Denn die Türen des Zuges ließen sich plötzlich nicht mehr öffnen. Kurz entschlossen sprang der Reisende deshalb auf das Trittbrett des Zuges, um seine Fahrt dennoch fortsetzen zu können.

Gefährliche Aktion in Köln: Mann springt auf Trittbrett eines ICE – Bahn-Mitarbeiterin zieht Notbremse

Wie die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin mitteilt, blieb der gefährliche Stunt des Mannes aber nicht lange unentdeckt. Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn hatte die Aktion des Reisenden bemerkt und brachte den Zug schnell zum Stehen, indem sie die Notbremse zog. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Für den Reisenden gab es jedoch Konsequenzen: Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gestellt.

Köln: Mann läuft über die Gleise der Hohenzollernbrücke – und bringt den Bahnverkehr zum Erliegen

Eine ebenso gefährliche Situation hat sich in Köln eine Woche zuvor zugetragen. Wie die Bundespolizei berichtete, wollte ein Mann von der Messe in Deutz in Richtung Hauptbahnhof eine Abkürzung über die Gleise nehmen. Dabei legte er von 14:09 bis 14:21 den kompletten Bahnverkehr im Bereich der Hohenzollernbrücke lahm. Die Züge hatten damit eine Gesamtverspätung von 350 Minuten. Der Gleisläufer konnte schließlich nach seiner wirren Aktion auf der Höhe des Musical Doms gestoppt werden. Auch gegen ihn wurde jedoch eine Anzeige gestellt. Zudem kam heraus, dass der Mann ohne festen Wohnsitz bereits von zwei Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. (nb)

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