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Nobel-Passage wie in Mailand: Glasdach für Hohe Straße – „Erster Schritt für ein neues Köln“

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Von: Peter Pauls

Köln: Blick von der Hohe Straße Richtung Wallrafplatz.
Köln: Blick von der Hohe Straße Richtung Wallrafplatz. © Christoph Hardt / Imago

Der Architekt Stephan Braunfels wirbt dafür, die vernachlässigte Einkaufsmeile Hohe Straße mit einem Glasdach zu versehen. Die Passage wäre ein erster Schritt für ein neues Köln, findet unser Gastautor Peter Pauls.

Köln – Wie geht es mit Köln weiter? Das Thema ist Gegenstand immer neuer Initiativen wie etwa des Verlegers Michael Wienand (Buch „Kölngold“), von Henrik Hanstein (Zukunft des Neumarkts) oder von Veranstaltungen. Jüngst sprachen wir im Kölner Presseclub unter dem Titel „Traum oder Trauma“ über die Innenstadt, welche sowohl die Traum- wie auch die Trauma-Seite bedient. Eines der Beispiele war die Hohe Straße, die sich zu einem wilden Durcheinander von Billigläden, Pommesbuden, Leerstand und Luxusanbietern entwickelt hat. Sie gehörte einmal zu den besten Einkaufsadressen Deutschlands.

Einkaufen würde er dort nicht, sagte der Stadtplaner und Architekt Stephan Braunfels auf unserem Podiumsgespräch im Hotel Excelsior Ernst. Sogleich hatte er aber eine kühne Idee parat: Die Hohe Straße wird zur Passage. Braunfels wirbt dafür, die Einkaufsmeile mit einem Glasdach zu versehen und ihr damit einen völlig neuen Charakter zu geben. So etwas funktioniere in europäischen Großstädten wie London oder Mailand sehr gut.

Köln: Hohe Staße als überdachte Passage

Stollwerck-Passage  in Köln
Die Stollwerck-Passage führt von der Hohe Straße zum Heinzelmännchen-Brunnen. © Peter Pauls

Die Galeries Royales Saint-Hubert in Brüssel entsprächen in ihrer Breite in etwa der der Hohe Straße. Natürlich würde sie keine „Königliche Galerie“, aber sie könne mit einer entsprechenden Überglasung und Verschönerung der einzelnen Hausfassaden doch einen Galerie-Charakter bekommen. Eine Referenz hat Köln bereits: die Stollwerck-Passage, die auf der Hohe Straße kurz nach dem Wallraf-Platz kommt.

Sollte es gelingen, die Via Culturalis ihrem Wert gemäß zu gestalten, dann wäre eine solche Passage eine kongeniale Ergänzung und ein erster Schritt in ein neues Köln. Träumen wir davon, dass es Wirklichkeit wird.

Unser Gastautor Peter Pauls

Peter Pauls ist Vorsitzender des Kölner Presseclubs. Zuvor war er lange Jahre Chefredakteur der Tageszeitung „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dieser Beitrag stammt aus dem Newsletter des Kölner Presseclub.

Die Hohe Straße in Köln

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