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Illegale Prostitution: Kölner Hotel wegen Corona-Verstößen dicht gemacht – dreiste Ausrede des Betreibers

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Von: Oliver Schmitz

Zwei Beamte des Ordnungsamtes überwachen das Geschehen am Kölner Heumarkt.
Das Ordnungsamt entschied sich nach mehreren Verstößen das Hotel vorerst zu schließen (Symbolbild) © Christoph Hardt/Future Image/imago images

Da ein Hotel in der Kölner Innenstadt gegen die Corona-Auflagen verstoßen hat, wurde es nun zwangsgeschlossen. Die Beamten stellten unzulässige Prostitution fest.

Köln – Das Ordnungsamt der Stadt Köln hat am Montagabend ein Hotel in der Kölner Innenstadt dicht gemacht. Grund waren mehrere schwere Verstöße gegen die Coronavirus-Auflagen. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, habe der Ordnungsdienst den Betrieb per Verfügung vorerst „geschlossen und versiegelt“. Dabei sei in dem Hotel in erster Linie gegen das Verbot von Übernachtungen mit touristischem Zwecke verstoßen worden.

Polizei informiert Ordnungsamt: Illegale Prostitution bringt Fass zum überlaufen – Hotel muss schließen

Beim neuesten Vorfall, der sich am Montagabend abspielte, wurde die Polizei aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen Zuhältern und Prostituierten zum Hotel in der Innenstadt gerufen und informierte im Anschluss sofort den Kölner Ordnungsdienst. Ein Verantwortlicher des Betriebes erklärt den Beamten, dass er jedoch nichts von Prostitution wisse und nur Gäste aufnehme, die zu Weihnachten Freunde und Bekannte besuchen wollten. Bei der anschließenden Durchsuchung stellte das Ordnungsamt aber mindestens 21 Personen fest, die nicht aus einem wichtigen Grund oder aufgrund einer Ausnahme-Regel im Hotel zu Gast waren.

Dieses Bild bestätigte sich letztlich auch bei der Nachuntersuchung des Ordnungsdienstes. So teilte die Stadt Köln mit: „Im Verlauf der Kontrolle wurde ein reger Betrieb im Hotel festgestellt. Immer wieder checkten neue Gäste ohne wichtigen Grund für eine Ausnahme vom Beherbergungsverbot ein. Weder Angestellte, noch Betreiber unternahmen etwas dagegen.“ Darüber hinaus bestätigte sich auch nochmal die im Hotel stattgefundene Prostitution, die aktuell gegen die Corona-Schutzverordnung verstößt. (os/dpa)

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