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Köln: Jungschwäne am Aachener Weiher in Lebensgefahr – eigene Eltern könnten sie töten

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Von: Nina Büchs

Jungschwäne am Aachener Weiher.
Der Nachwuchs einer Schwanenfamilie hat eine Gelenkerkrankung entwickelt, die ihnen zum Verhängnis werden kann. © Stadt Köln

Der Nachwuchs einer Schwanenfamilie hat eine Gelenkerkrankung entwickelt. Nun muss schnell etwas unternommen werden – sonst könnten die Tiere sterben.

Köln – Der Nachwuchs einer Schwanenfamilie am Aachener Weiher in Köln ist auf Hilfe angewiesen. Denn wie die Stadt Köln mitteilt, haben die Jungschwäne sogenannte „Kippflügel“ entwickelt. Das bedeutet, dass die Tiere nicht fliegen und damit auch bei Gefahr nicht flüchten können. Sogar ihre eigenen Eltern könnten die Jungschwäne dann verletzten – oder sogar töten.

Köln: Jungschwäne am Aachener Weiher brauchen Hilfe – sie könnten von ihren Eltern getötet werden

Die Entwicklung von Kippflügeln ist laut der Stadt durch eine Gelenkerkrankung entstanden, bei der die Flügel verdreht sind. Das heißt, dass die Tiere damit nicht fliegen können und sie bei Gefahr an Land nicht flüchten können. „Im Herbst/Winter, wenn die Vertreibungszeit durch die Eltern beginnt, können sie nicht abfliegen. Sie werden dann entweder von den Eltern verletzt, getötet oder von der Grünfläche gejagt, da die Eltern sie nicht mehr in der Nähe dulden“, erklärt eine Sprecherin der Stadt.

Köln: Kranke Jungschwäne am Aachener Weiher – so soll ihnen geholfen werden

Aufmerksame Tierschützer und Tierschützerinnen hätten die Tiere entdeckt und sich an die Stadt gewendet. „Sie möchten die Jungtiere einfangen und zur Behandlung in eine Wildtierauffangstation bringen. Denn solange die Gelenke noch weich sind, können die betroffenen Flügel durch eine spezielle Verbandstechnik in der ursprünglichen Position fixiert werden. Ob die Vögel später wieder fliegen können, lässt sich immer erst nach der Behandlung sagen“, so die Stadtsprecherin.

Die Genehmigung für das Vorhaben wurde nun durch das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen erteilt. Die vier Jungvögel sollen nun gemeinsam mit ihren Eltern am Donnerstag, 22. Juli, vom Tiernotruf Düsseldorf eingefangen und zur Behandlung in eine Auffangstation gebracht werden.

Tiere in Not: Hundewelpen in Köln ausgesetzt – zwei sind gestorben

Auch drei Hundewelpen befanden sich Anfang Juli in Köln in einer Notsituation. Wie das Tierheim Dellbrück berichtete, wurden die Welpen an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet ausgesetzt. Das Tierheim nahm die drei Hunde auf, wenig später bestätigte sich dann jedoch ein schlimmer Verdacht: Alle drei Fellnasen wurden positiv auf die hochansteckende Viruserkrankung Parvovirose getestet. Tragisch: Zwei der Welpen haben die Erkrankung nicht überlebt. Einer befindet sich auf der Isolationsstation, ob er es schaffen wird, ist noch nicht klar.

Für Entsetzen sorgte im vergangenen Jahr auch ein Welpenfund in einem Kühlschrank. Die Polizei berichtete damals, dass sie fünf Welpen aus einem Kühlschrank in Köln-Chorweiler gerrettet hatte. (nb)

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