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Köln: Nach Tod von „Karate Jacky“ – das passiert mit dem gesammelten Geld

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Jakob Franzen alias „Karate Jacky“ vor dem „Cesar‘s Palast“ (heutiges „Secret Cologne“) mit Karatepose
Jakob Franzen alias „Karate Jacky“ ist am 1. April tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. © Eduard Bopp/imago images

Rund ein halbes Jahr nach dem überraschenden Tod von „Karate Jacky“ ist klar, was mit den Spendengeldern passiert, die für seine Beerdigung zusammengekommen waren.

Köln – Die Nachricht des überraschenden Todes der einstigen Milieu-Größe Jakob Franzen, besser bekannt als „Karate Jacky, schockierte im April dieses Jahres viele Menschen in Köln. Besonders in der Südstadt, wo man ihn oft auf dem Fahrrad antraf, wird Franzen vermisst; sein enger Freund „Der lange Tünn“ hielt eine emotionale Grabrede, im Vorfeld der Beerdigung gingen etliche Spenden für Franzen ein.

Köln: Spendenaktion für ehemalige Unterkunft von „Karate Jacky“

Nun ist klar, was mit dem Geld, das nicht für die Beerdigung und den Grabstein für „Karate Jacky“ aufgewendet wurde, passiert: Wie der Express berichtet, sollen die Sanitäranlagen in Franzens alter Unterkunft, dem „Annoheim“, erneuert werden. Denn diese Anlagen in der Obdachlosenunterkunft auf der Annostraße in der Südstadt von Köln seien arg renovierungsbedürftig, wie Franzens ehemaliger Freund und Mit-Initiator der Spendenaktion, Roland Bebak, erklärt. Auch einen prominenten Karnevalsverein hat man dafür mit ins Boot geholt.

„Gemeinsam mit den Roten Funken haben wir die Idee und wollen sie verwirklichen, dass im „Annoheim“ die Sanitäranlagen von dem Geld erneuert werden. So dass sich die Leute, die von draußen kommen, angemessen duschen können. Die Familie ist natürlich informiert und freut sich.“ Der Plan: Für die Renovierungsarbeiten an den Sanitäranlagen im „Annoheim“ stellen sowohl die Freunde von „Karate Jacky“, als auch die Roten Funken jeweils 5000 Euro bereit. Zudem soll im November eine Kleider- und Essensausgabe vor Ort stattfinden, wie die Funken bereits im Oktober erklärten.

Köln: Rote Funken helfen bei Renovierung von „Annoheim“ in der Südstadt

„Wir wollen ein besseres soziales Umfeld gemeinsam schaffen, im Gedenken an Jacky. Und das soll keine Eintagsfliege sein, das soll jährlich in der Südstadt wiederholt werden“, erklärt Peter Nelles, Mit-Initiator der Aktion, gegenüber dem Express. Auch der „Lange Tünn“ dürfte dann mit dabei sein. Eine Aktion, an der sicher auch „Karate Jacky“ selbst große Freude gehabt hätte. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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