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Kleinster Weihnachtsmarkt Kölns darf nicht mehr täglich öffnen

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Von: Johanna Werning

In einer Weihnachtsbaumkugel spiegel auf dem Weihnachtsmarkt die Figur eines Weihnachtsmannes.
Der kleinste Weihnachtsmarkt der Stadt Köln an der Lutherkirche kann nicht wie geplant stattfinden (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Die Planungen für den kleinsten Weihnachtsmarkt in Köln waren schon final. Doch nun der Schock: Wegen einer fehlenden Genehmigung muss ein neues Konzept her.

Köln – Er ist der kleinste Weihnachtsmarkt der Stadt: Die Rede ist vom Weihnachtsmarkt der KG Ponyhof an der Lutherkirche in der Südstadt. Eigentlich sollte der Weihnachtsmarkt täglich vom 17. November bis zum 17. Dezember geöffnet sein. Doch nun ist klar: Der Weihnachtsmarkt in Köln kann nicht wie gewöhnlich stattfinden.

Kleinster Weihnachtsmarkt in der Südstadt: Zu kurze Baugenehmigung – Zukunft ungewiss

Das teilt Daniel Rabe, Vorstandsmitglied der KG Ponyhof auf Nachfrage von 24RHEIN mit. Der Grund: Die Bauverordnung des Landes NRW. Zwar können die Stände wie geplant aufgebaut werden, doch es gibt ein Problem mit der Dauer des Weihnachtsmarktes. „Laut Genehmigung darf es nicht so lange gehen.“ Eigentlich würde der Weihnachtsmarkt an der Lutherkirche 35 Tage stehen – zu lang laut Genehmigung.

„Es ist sehr kompliziert. Möglich sind maximal 20 Tage. Früher gab es Einzelgenehmigung, mit denen es länger möglich ist. Die gibt es jetzt so nicht mehr.“ Zwar würden die 20 Tage für Pfarrfeste oder Ähnliches reichen, für den Weihnachtsmarkt ist das allerdings zu kurz.

Darum muss nun ein neues Konzept her, bei dem die Glühwein- und Verkaufsstände nicht mehr täglich geöffnet sind. Stattdessen soll der Weihnachtsmarkt in der Südstadt (Stadtbezirk Köln-Innenstadt) statt wie früher täglich nur noch lediglich an vier Tagen geöffnet sein. „Welche genau das sind, ist noch nicht klar.“ Das soll in den nächsten Tagen und Wochen festgelegt werden. Klar ist allerdings schon jetzt: Die Dauer des Weihnachtsmarktes wird sich um knapp die Hälfte reduzieren müssen.

Köln: Weihnachtsmarkt an der Lutherkirche – auch Spendengelder in Gefahr

Besonders traurig: Hinter dem „kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt“ stehen Hunderte Ehrenamtler und eine große Spendenaktion. „Alle Erlöse werden gespendet, jede gearbeitete Stunde ist ehrenamtlich“, lautet die Devise. In den vergangenen sieben Jahren konnten so schon über eine Million Euro an Spendengeldern gesammelt werden.

Mit der 20-Tage-Regel müssen nun viele Spendenaktionen neu priorisiert werden. „Da sind karitative Projekte hier in Köln, die wir dann nicht mehr unterstützen können. Da sind blinde Kinder aus armen Verhältnissen in Indien, die dann nicht mehr in die Schule gehen können, die wir als größter Unterstützer seit Jahren finanziell versorgen“ und „wer erzählt das alles diesen ganzen bedürftigen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die auf die Gelder dringend angewiesen sind?“, heißt es in einem emotionalen Facebook-Post, der zwischenzeitlich gelöscht worden ist.

Wie genau es jetzt mit dem „kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt“ weitergeht, ist unklar. Die Stimmung jedoch schon jetzt getrübt, auch wenn man den Weihnachtsmarkt und die Spendenaktion nicht aufgeben will. Anfang Oktober soll es eine Entscheidung zum genauen Ablauf geben.

Weihnachtsmarkt in Köln: Termine und Orte im Überblick

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