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Köln: Mann läuft über Hohenzollernbrücke und legt Bahnverkehr lahm

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Von: Nina Büchs

Polizeifahrzeuge stehen aufgereiht vor dem Kölner Hauptbahnhof.
Ein Mann hat am Samstag, dem 3. April, den Bahnverkehr zwischen Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz lahmgelegt. © Bundespolizei St. Augustin

Ein Mann ist in Köln über die Gleise von Köln Deutz in Richtung Hauptbahnhof gelaufen. Durch die Aktion kam es zu zahlreichen Verspätungen. Der Gleisläufer erhielt eine Anzeige.

Köln – Ein Mann wollte am Samstagnachmittag, dem 3. April, offenbar eine Abkürzung nehmen – statt jedoch auf einen Zug zu warten, lief er direkt zu Fuß über die Gleise von Köln Messe/Deutz in Richtung Hauptbahnhof. Dieser ungewöhnliche Fußweg über die Hohenzollernbrücke führte zu zahlreichen Verspätungen.

Köln: Mann läuft über die Gleise in Richtung Hauptbahnhof – Gleise wurden komplett gesperrt

Wie die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin berichtet, wurden die Gleise im Bereich der Hohenzollernbrücke daraufhin von 14:09 bis 14:21 Uhr komplett gesperrt. Von der Sperrung waren 32 Züge betroffen, dadurch entstand eine Gesamtverspätung von 350 Minuten. Schließlich konnten die Bundespolizisten den Gleisläufer nach seinem wirren Ausflug auf Höhe des Musical Doms stellen. Bei dem Mann handelt sich den Angaben der Polizei zufolge um einen 31-Jährigen ohne festen Wohnsitz, der bereits von zwei Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war.

Die Polizisten stellten gegen den Mann eine Anzeige wegen der „Vornahme einer Betriebsstörung“. Anschließend wurde er wieder entlassen.

Köln: Auch an diesen Bahnstrecken gab es kürzlich ungewöhnliche Vorfälle – sogar einen versuchten Mord

Gefährlich hätte es auch auf einer ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln werden können. Dort hatte ein 52-jähriger Mann vor einem Jahr absichtlich 250 Schrauben der Schienenbefestigung gelöst. Eine Katastrophe konnte jedoch zum Glück rechtzeitig verhindert werden. Der Mann wurde nun vom Wiesbadener Landgericht wegen versuchten Mordes zu einer Haftstrafe von neun Jahren und zehn Monaten verurteilt. Und auch auf der Bahnstrecke zwischen Köln Eifeltor nach Hürth-Kalscheuren ereignete sich kürzlich ein bedrohlicher Vorfall. Dort vernahm das Zugpersonal eines ICs plötzlich „schussartige Geräusche“, was zu einem Großeinsatz der Polizei führte. (nb)

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