1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Stadt Köln mietet Messehalle für Ukraine-Geflüchtete an

Erstellt:

Von: Mick Oberbusch

Die Stadt Köln hat eine Halle der Koelnmesse in Deutz angemietet. Sie soll künftig bis zu 800 Geflüchteten Platz spenden.

Köln – Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat bei etliche Menschen für eine Flucht aus der Heimat gesorgt. Das ist auch der Stadt Köln nicht entgangen, die in den vergangenen Wochen und Monaten tausende Geflüchtete in der Domstadt aufgenommen hat. „Der Krieg in der Ukraine sowie die kalte Witterung haben die Zahl Geflüchteter in Köln auf mehr als 10.000 Personen ansteigen lassen. Nach einer Prognose könnte diese Zahl auf bis zu 15.700 Personen steigen“, teilt die Stadt am Montag mit.

Um dieser Lage Herrin zu werden, hat die Stadt nun eine Messehalle der Koelnmesse in Deutz angemietet, um dort mehr Menschen unterbringen zu können.

Koelnmesse GmbH
AdresseMesseplatz 1, 50679 Köln

Stadt Köln mietet Messehalle in Deutz an – mit Platz für etwa 800 Geflüchtete

Auch die Unterbringungseinrichtung Geflüchteter am Kölner Südstadion wird künftig reaktiviert – nun unternimmt die Stadt also weitere Anstrengungen, um Menschen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat fliehen mussten, eine Aufenthaltsmöglichkeit zu bieten. „Die Messehalle wurde dazu mit Kojen ausgestattet. Dies sind abgetrennte Räume, die mit zwei oder vier Betten, Spinden, einem Tisch und Stühlen ausgestattet sind“, so die Stadt, die zur Aufnahme von Geflüchteten laut Eigenaussage „rechtlich verpflichtet“ ist. Insgesamt 800 Personen sollen in der zur Unterkunft umfunktionierten Messehalle Platz finden. Auch an den Poller Wiesen wird eine neue Unterkunft für Ukraine-Geflüchtete eingerichtet.

Geflüchteten-Unterkunft in den Messehallen – Platz für 800 Menschen

► Die Messehalle wurde mit Kojen ausgestattet; also abgetrennten Räumen, die mit zwei oder vier Betten, Spinden, einem Tisch und Stühlen ausgestattet sind.

► Die Unterkunft verfügt über Gemeinschaftssanitärräume und eine zentrale Verpflegung. Die soziale Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz.

► Für Kinder gibt es einen Spielbereich und betreute Angebote. Für die Bewohnerinnen und Bewohner stehen zudem gemeinschaftliche Aufenthaltsräume in der Messehalle zur Verfügung.

► Die Kojen-Räume sind aus Brandschutzgründen nach oben zur Hallendecke hin offen. Deshalb wird nachts das Hallenlicht ausgeschaltet. Beleuchtet werden dann nur die Flure und jede Koje hat eine eigene Lampe.

Geflüchteten-Unterkünfte in Messehallen in Deutz: Koje, Gemeinschaftsräume, Kinder-Spielbereich

„Die Unterkunft in Deutz verfügt über Gemeinschaftssanitärräume und eine zentrale Verpflegung. Die soziale Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz“, so die Stadt. Darüber hinaus gebe es einen Spielbereich für Kinder und betreute Angebote. Für die Bewohnerinnen und Bewohner stünden außerdem gemeinschaftliche Aufenthaltsräume in der Messehalle zur Verfügung. „Die Kojen-Räume sind aus Brandschutzgründen nach oben zur Hallendecke hin offen. Deshalb wird nachts das Hallenlicht ausgeschaltet. Beleuchtet werden dann nur die Flure und jede Koje hat eine eigene Lampe“, schilder die Stadt weiter.

Ersthelfer für Geflüchtete in der Ukraine, Unterbringung in den Messehallen in Köln-Deutz (Montage)
In den Kölner Messehallen schafft die Stadt nun wieder mehr Platz für Geflüchtete des Ukraine-Krieges (Symbolbild/IDZRW-Montage). © Federico Gambarini/dpa (2)

Stadt Köln nimmt in Messehalle noch mehr Geflüchtete auf – „möglichst würdige Schutzräume bieten“

Weitere Unterbringung für bis zu 66 Geflüchtete in Marsdorf geplant

► Neben der Anmietung der Messehallen in Köln-Deutz bringt die Stadt Geflüchtete künftig auch wieder in Marsdorf unter. Der ehemalige Standort zur Unterbringung in der Hemann-Heinrich-Gossen-Straße wird reaktiviert, wie die Stadt am 29. November mitteilt.

► Die Unterkunft mit mobilen Wohneinheiten befindet sich auf einem städtischen Grundstück und wurde bereits in der Vergangenheit von April 2016 bis Juli 2021 zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt.

► Es handelt sich dabei um drei jeweils zweigeschossige Blöcke. Eine Wohneinheit umfasst in der Regel zwei Schlafzimmer und eine Küche. Darüber hinaus stehen Gemeinschafts-Sanitäranlagen zur Verfügung.

► An diesem Standort können voraussichtlich bis zu 66 Personen untergebracht werden. Eine Belegung ist ab dem 30. November 2022 geplant. 

„Dass wir erneut die Messehalle als Unterkunft für viele Geflüchtete herrichten müssen, bedrückt mich. Ich bin allen Beteiligten dankbar, die dazu beitragen, dass wir den Menschen, die aus ihrer Not heraus zu uns kommen, ausreichend und möglichst würdige Schutzräume bieten können“, sagt Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant