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Neue Palme für die Bananeninsel: Ein Kreisverkehr, in dem Palmen wachsen

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Von: Nina Büchs

Gießkannen hängen am 28.11.2012 in Köln (Nordrhein-Westfalen) an einem Schild hinter Bananen-Bäumen auf einer Insel in einem Kreisverkehr in der Südstadt.
Seit über zehn Jahren gibt es in Köln eine Bananeninsel. (Archivbild von 2012) © Oliver Berg/dpa

Besonderer Kreisverkehr in Köln: Die Bananeninsel in der Südstadt hat Zuwachs bekommen. Dort wurde jetzt eine neue Banane gepflanzt.

Köln – Wenn man an Köln denkt, dann vermutlich an Bauwerke wie den Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke, an ein kühles Kölsch oder natürlich an den Rhein. An manchen Orten wird es in der viertgrößten Stadt Deutschlands aber auch sehr exotisch, ja fast paradiesisch. Denn in Köln fliegen an manchen Orten auch grüne Papageien durch die Lüfte – und sogar Bananen wachsen in der Domstadt.

In Kölner Kreisverkehr wachsen Bananen – doch Diebe schlagen immer wieder zu

Bei der Bananeninsel in der Kölner Südstadt handelt es sich um einen bepflanzten Kreisverkehr. In der Mitte eines Kreisverkehrs an der Bonner Straße, Ecke Rolandstraße/Teutoburger Straße wachsen dort Bananenstauden, Palmen und Wildblumen. Selbsternannter „Präsident“ der Bananenrepublik ist der Kölner Michael Kiefer.

Seit 2009 wird die begrünte Insel immer wieder von Anwohnern der angrenzenden Veedel ehrenamtlich gehegt und gepflegt. Sie sind mit Leidenschaft dabei – auch wenn es immer wieder auch mal Ärger gibt. Denn Diebe schlagen dort gerne mal zu und klauen Palmen oder auch Gießkannen. Zuletzt wurde eine Palme dort während des Südstadtfestes 2022 geklaut.

Bananeninsel in Köln: Neue Palme in besonderem Kreisverkehr

Nun, mehr als einen Monat später, wurde die geklaute Pflanze durch zwei neue ersetzt. Ein Video der WDR Lokalzeit Köln zeigt Michael Kiefer, wie er eine neue Palme auf der begrünten Insel in die Erde setzt.

Die Insel einfach verkommen lassen, das kommt für ihn nicht in Frage. Denn die Insel ist sein Heiligtum. „Es macht einen Heidenspaß und der Grundgedanke ist einfach, die Stadt soll grüner werden. Alle haben keine Gärten mehr, wir schaffen ein kleines Paradies und jeder der vorbeifährt, der lächelt und dankt uns dafür“, so Kiefer im WDR.

Köln: Warum es in der Kölner Südstadt eine Bananeninsel gibt

So schnell kann die Bananeninsel also nichts zerstören. Aus Köln ist sie nicht mehr wegzudenken, und das schon seit vielen Jahren. In diesem Jahr wird die Bananenrepublik sogar schon 13 Jahre alt. Angefangen hatte damals alles, als Kiefer 2009 mehr Platz auf seinem Balkon schaffen wollte. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, setzte er seine zu groß gewordene Bananenpflanze spontan in der Mitte des nahegelegenen Kreisels an der Bonner Straße ein.

Die tropische Pflanze fühlte sich dort offensichtlich wohl und überlebte den kühlen Herbst. Die Pflanze wurde zwischenzeitlich jedoch entwendet. Doch es folgten weitere Bananenstauden und auch andere Pflanzen wurden in den Kreisverkehr gepflanzt. So sorgt der Kreisverkehr für tropisches Grün mitten in Köln. (nb) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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