1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Köln: „Neumarkt als Sinnbild für Drogen, Angst und Verwahrlosung“ – das soll sich jetzt ändern

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johanna Werning

Ein Obdachloser sitzt am Neumarkt in Köln auf dem Boden.
Die Situation am Neumarkt in Köln wird von der SPD scharf kritisiert (Symbolbild). © Jochen Tack/Imago

Drogen, Müll und Gewalt: Der Neumarkt in Köln hat keinen guten Ruf. Die SPD fordert ein Handeln der Stadtverwaltung, „sonst verliert diese Stadt ihre Seele“.

Köln – Der Neumarkt in Köln gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt der KVB. Wer quer durch Köln möchte, kommt am Neumarkt nicht vorbei. Doch wirklich einladend ist der Platz in der Kölner Innenstadt nicht. „Der Neumarkt steht mittlerweile als Sinnbild für Drogen, Angst und Verwahrlosung“, fasst Christian Joisten, Fraktionsvorsitzender der Kölner SPD, zusammen.

Köln: Verwahrloster Neumarkt zeigt „das Scheitern einer Sozialpolitik in unserer Stadt“

Erst vor wenigen Wochen wurde ein Mann bei einem Messer-Angriff am Neumarkt lebensgefährlich verletzt. „Anwohnende, Ordnungsbehörden und auch die drogenkranken Menschen werden hier weitestgehend von der Stadtverwaltung alleingelassen“, kritisiert Joisten weiter.

Dabei kündigte die Stadt bereits im Mai an, den Neumarkt von Drogen, Müll und Fäkalien befreien zu wollen. Unterstützt wurde sie von der Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt und verschiedenen Immobilienbesitzenden. Doch ein schneller Erfolg blieb offenbar aus. Noch immer ist der Platz in der Innenstadt trostlos. Tagtäglich zeigt sich „das Scheitern einer Sozialpolitik in unserer Stadt, die sich viel zu wenig an den konkreten Bedürfnissen der Menschen orientiert“, so der SPD-Politiker.

Köln: Verwahrloster Neumarkt – SPD fordert schnelles Handeln

Darum fordert die Partei nun ein Handeln. Nur mit einer „echten Kraftanstrengung“ könne die Situation verbessert werden, erklärt Joisten. Er fordert gleich mehrere Handlungsansätze:

Nur so könne die Problematik am Neumarkt beendet werden. „Köln muss soziale Herausforderungen sozial lösen – sonst verliert diese Stadt ihre Seele“, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

Köln: „Drogen, Angst und Verwahrlosung“ – nicht nur der Neumarkt betroffen

Doch nicht nur am Neumarkt gibt es einen dringenden Handlungsbedarf. „Probleme wie Drogenkonsum, Obdachlosigkeit oder Verwahrlosung sind mittlerweile an viele Stellen zu beobachten und müssen mit entsprechenden Rezepten gelöst werden.“ Das liege in der Verantwortung des Dezernats für Soziales, Gesundheit und Wohnen.

Um gegen den schlechten Ruf des Neumarkts und der anderen Bereiche anzukämpfen, will die SPD „in den kommenden Tagen mit allen wesentlichen Akteuren den Dialog suchen“, so Joisten weiter. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant