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Spektakuläre Entdeckung in Köln: Kaum zu glauben, was Archäologen auf einem Schulgelände finden

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Von: Nina Büchs

Ein freigelegter altrömischer Sarkophag mit verworfenen Gebeinen.
Archäologen fanden bei Ausgrabungen in Köln einen altrömischen Sarkophag. © Ulrich Karas/Römisch-Germanisches Museum/dpa

Archäologen stießen bei Grabungen auf dem Gelände der Kaiserin-Augusta-Schule in der Kölner Innenstadt auf einen altrömischen Sarkophag. Das ist darüber bekannt.

Köln – Große Augen machten Archäologen bei Ausgrabungen auf dem Gelände der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln. Sie waren auf einen altrömischen Sarkophag aus dem vierten Jahrhundert gestoßen. Doch was hat es damit auf sich?

Aufgebrochenen Sarkophag in Köln entdeckt – Knochen stammen von Person aus der Oberschicht

Wie die Archäologenfeststellten, wurde der Sarkophag zuvor aufgebrochen. „Wahrscheinlich waren dort früher Grabräuber am Werk“, sagte der Leiter des Römisch-Germanischen Museums, Marcus Trier, am Mittwoch. Dennoch konnten einige übrige Gegenstände neben den Knochen einer vor etwa vierhundert Jahren verstorbenen Person sichergestellt werden. Dabei handle es sich um acht Gefäße aus Glas- und Keramik sowie Bronzebeschläge, die von einem nicht mehr erhaltenen Holzkasten stammten. Der Leiter des Römisch-Germanischen Museums Prof. Dr. Marcus Trier (58), sagte, dass die Grabbeigaben darauf hindeuten, dass es sich dabei um eine wohlhabende Person gehandelt haben muss.

Sarkophag auf Schulgelände in Köln gefunden: Das ist über den Fundort bekannt

Wie Trier im Gespräch mit der Bild erklärte, befand sich der Fundort des Sarkophags zur damaligen Zeit noch außerhalb der Stadt. Im vierten Jahrhundert häuften sich Angriffe von Germanen auf die römischen Städte. Die Bewohner zogen sich daher hinter die Stadtmauer zurück, die Toten wurden in den verlassenen Vorstädten bestattet.

Sarkophag in Köln: Ein Detail deutet darauf hin, dass es sich bei der verstorbenen Person um eine Frau handelt

Momentan können wir noch nicht sagen, ob hier eine Frau oder ein Mann bestattet wurde“, sagte der Leiter des Römisch-Germanischen Museums Prof. Dr. Marcus Trier (58) gegenüber der Bild. Jedoch vermutet Trier, dass es sich aufgrund des leeren Holzkastens, in dem Schmuck gelegen haben könnte, um eine Frau handeln könnte.

Ausgrabungen in Köln: Auch an anderen Orten in NRW stießen Archäologen auf spektakuläre Funde

Der Sarkophag soll nun restauriert und später eventuell im Gebäude der Kaiserin-Augusta-Schule ausgestellt werden. Übrigens: Erst im Juli dieses Jahres sind Archäologen bei Ausgrabungen in Münster auf eine Siedlung aus der Eisenzeit gestoßen. Dabei fanden sie Spuren von Hausgrundrissen, Getreidespeichern und Gegenstände aus der römischen Kaiserzeit.(nb mit dpa)

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