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Köln: Ost-West-Achse geht in die nächste Runde – 40 Gebäude werden untersucht

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Von: Mick Oberbusch

Straßenbahn Linie 1 der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe) Richtung Weiden West fährt
Von der Umgestaltung der Ost-West-Achse ist auch die KVB-Linie 1 (hier Richtung Weiden West) betroffen. © Benjamin Horn/imago

Das Projekt Ost-West-Achse geht in die nächste Runde. Im Rahmen der Vorplanung werden nun 40 Gebäude entlang der geplanten Strecke in Köln untersucht.

Köln – Das Projekt Umgestaltung der Ost-West-Achse gehört zu den größten städtebaulichen Projekten der Stadt Köln in den kommenden Jahren. Dabei geht es vor allem darum, den Autoverkehr zu verringern und noch mehr öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Die Achse soll zwischen der Deutzer Brücke, der Kölner Innenstadt und dem Melaten-Friedhof entlang führen und könnte im schlimmsten Fall über eine Milliarde Euro kosten. Betroffen sind KVB-Linie 1, die KVB-Linie 7 und KVB-Linie 9. Nun hat die Stadt einen neuen Sachstand zu dem Projekt bekanntgegeben.

Köln: Projekt Ost-West-Achse schreitet voran – 40 Gebäude entlang der Strecke müssen untersucht werden

Demnach gehe man nun in die Phase der Vorplanung. „Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung 2018 beauftragt, die Kapazität der Linie 1 auf der Ost-West-Achse der KVB (Bensberg bis Weiden West) zu erweitern. Dafür sollen im Innenstadtbereich sowohl eine oberirdische als auch eine unterirdische Variante vorgeplant werden“, erklärt die Stadt, die dazu Ingeneursgemeinschaften mit einer Bestandsaufnahme einzelner Gebäude auf der Strecke beauftragt hat. Dabei handelt es sich um über 40 Gebäude, die untersucht werden müssen.

Ost-West-Achse in Köln – über das Projekt

Im Projekt „Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse“ planen die Kölner Stadtverwaltung und die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) die Infrastruktur für eine leistungsfähigere Stadtbahnlinie 1. Noch offen ist dabei die Frage, ob die hoch frequentierte Linie zusammen mit den Linien 7 und 9 in der Kölner Innenstadt weiterhin oberirdisch oder zukünftig in einem Tunnel verlaufen wird. In Vorbereitung des Variantenentscheids durch den Rat der Stadt Köln werden gegenwärtig beide Alternativen gleichberechtigt vorplant.

Die Ost-West-Achse ist ein großes Projekt von wesentlicher Bedeutung für Köln. Für das Projekt arbeiten die beteiligten Ämter der Kölner Stadtverwaltung eng mit verschiedenen Partner*innen zusammen. Die Projektleitung liegt beim Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung. An der Umsetzung beteiligt sind die KVB, das Amt für Verkehrsmanagement sowie das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau als Teilprojektleitungen. Eine gemeinsame ämterübergreifende Projektgruppe steuert den Prozess mit den beteiligten internen und externen Planer*innen. Quelle: KVB

„Die Vor-Ort-Termine entlang der Strecke sind notwendig, da die bestehenden Akten und Gebäudepläne nicht alle erforderlichen Informationen enthalten“, sagt Hildegard Heide, Projektleiterin für die Kapazitätserweiterung Ost-West-Achse. „Insbesondere bei älteren Gebäuden sind aufgrund von Kriegseinwirkungen die Aktenbestände unvollständig. Das betrifft unter anderem Angaben zu Abmessungen der Kellergeschosse oder Daten zur Bauart. Für den Variantenvergleich benötigen wir hier eine möglichst vollständige Informationsbasis.“

Ost-West-Achse in Köln: Zeitplan und geplante Fertigstellung

Mai 2021Beauftragung verschiedener Ingenieurgemeinschaften, die die ober- und unterirdische Variante plant
Mitte Januar 2022Einsendeschluss für die die Angebote interessierter Ingenieurbüros
Mitte 2023Entscheidung über die Variante der Ost-West-Achse
April 2024Stellen der Genehmigungsanträge
Juni 2026Start des Vergabeverfahrens
Mai 2027Vergabe des Projekts
30. April 2030Fertigstellung des Projekts

Ost-West-Achse in Köln: überirdig oder unterirdig? Entscheidung könnte noch dauern

Mit den gesammelten Daten aus den Ortsbegehungen und den Akten wird dann untersucht, welchen Einfluss sowohl die oberirdische, als auch die unterirdische Ausbauvariante haben. „Die Ingenieurinnen und Ingenieure betrachten zudem, wie zweckmäßig, wirtschaftlich und umweltverträglich die Alternativen im Vergleich sind. Ziel ist es, eine zuverlässige Grundlage zu entwickeln, auf deren Basis der Rat der Stadt beide Varianten abwägen und sich für eine Variante entscheiden kann“, heißt es weiter. Die Entscheidung ob ober- oder unterirdisch wird daher wohl erst in einigen Wochen fallen. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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