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Jahrelang geschlossen: Jetzt kommt das Parkcafé im Rheinpark zurück

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Von: Johanna Werning

Das Park-Café im Kölner Rheinpark vor und nach den Umbauarbeiten.
Das Parkcafé im Kölner Rheinpark eröffnet im Juli 2022. Die Bauarbeiten dauerten mehrere Jahre. © Eibner/Imago & Manngold/Imago

40 Jahre befand sich das Parkcafé im Rheinpark im Dornröschenschlaf. Bald öffnet das Kultcafé wieder – und erstrahlt im neuen Glanz.

Köln – Es ist 1957: Das von Star-Architekt Rambald von Steinbüchel-Rheinwall erschaffene Park-Café in Köln feiert seine Eröffnung. Das Gebäude in Nierenform war dabei das Schmuckstück der ersten Kölner Bundesgartenschau im Rheinpark. Eingeweiht wurde das Parkcafé von niemand geringerem an Bundeskanzler Konrad Adenauer. In den 1950er und 1960er-Jahren galt das Café als echter Kultort – sehen und gesehen werden, lautete hier die Devise. Doch die letzten 40 Jahre war das Parkcafé im Rheinpark im Dornröschenschlaf.

Park-Café
Adresse:Auenweg 17, 50679 Köln
Sitzplätze:Über 1000 Sitzplätze

Köln: Parkcafé im Rheinpark eröffnet im Juli – und erinnert an die alte Zeit

Bis jetzt: 65 Jahre nach seiner Eröffnung, nach jahrzehntelanger Schließung und nach fünfjähriger Bauzeit öffnet in diesem Sommer das Parkcafé im Rheinpark wieder seine Türen. In den nächsten Wochen soll es losgehen. Ein erster Schritt in Richtung Eröffnung wurde bereits getan: Am Donnerstag, 2. Juni, hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker dem künftigen Pächter Roberto Campione symbolisch den Schlüssel übergeben.

„Es liegt mir sehr am Herzen, nach all der Zeit das Parkcafé für die Kölnerinnen und Kölner und die Besucherinnen und Besucher unserer Stadt wieder zu öffnen. Ich bin sicher, das Café wird den Rheinpark sehr bereichern und noch beliebter machen“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Ab Ende Juni eröffnet das Café im Rheinpark in Köln-Deutz. Aber wie sieht das Parkcafé 2.0 aus?

Parkcafé öffnet wieder: Das Café im Wandel der Zeit

Köln Bundesgartenschau Parkcafé Restaurant Blumen
Das Parkcafé im Rheinpark bei der Bundesgartenschau in Köln im Jahr 1957. © Arkivi/IMAGO

Das Parkcafé will an den Kultstatus von damals anknüpfen. „Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft … treffen sich im Frühling 2022 im Parkcafé im Kölner Rheinpark“, heißt es zuletzt vom Café auf Facebook. Das Gebäude und auch die Farbgestaltung entsprechen nach der Sanierung nahezu vollständig dem Erscheinungsbild von vor 65 Jahren. Auch die Innen- und Außeneinrichtung hat der Betreiber bewusst im Stil der 1950er-Jahre gehalten. Neben einem alltäglichen Café-Besuch können hier auch Hochzeiten und Events gefeiert werden.

Köln: Parkcafé feiert Wiedereröffnung nach 40 Jahren – doch Umbau war schwierig

Parkcafé in Köln Deutz im Bau, Schild mit Bauplan und voraussichtlichem Eröffnungsjahr steht vor dem Gebäude
Die Bauarbeiten am Park-Café dauerten, hier eine Aufnahme aus dem Sommer 2021. © 24RHEIN

Doch leicht war der Umbau nicht: Parkcafé-Inhaber Roberto Campione und seine Frau Alexandra mussten „etliche bautechnische Rückschläge und urheberrechtlich zu klärenden Angelegenheiten“ klären, berichtet die Stadt. Zudem waren die eigentlichen Sanierungsarbeiten ziemlich aufwendig.

Der Grund: Das Treppenhaus musste renoviert werden. Des Weiteren wurden eine Heizungs-, Lüftungs- und Brandmeldeanlage und weitere technische Einbauten, die es im Bestandsgebäude zuvor nicht gab, realisiert. Dazu war auch der Anbau eines neuen Technikkellers erforderlich. Die Rampe zum zweiten Obergeschoss wurde ebenfalls komplett erneuert. Außerdem wurde eine Aufzugsanlage gebaut. Erschwert wurden die Renovierungsarbeiten durch Denkmal- und Baumschutz sowie Lieferengpässen.

Unterstützt wurde die Sanierung des Gebäudes vom städtischen Programm „Win-Win für Köln“. Das kombinierte Programm der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Bildungspolitik besteht seit 2008. Ziel des Programms: Zum einen werden arbeitslose Jugendliche, langzeitarbeitslose Erwachsene und weitere Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen qualifiziert und beschäftigt, um die Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu verbessern. Zum anderen werden städtische Gebäude saniert, im Wert gesteigert und im Anschluss wieder einer sozial-kulturellen Nutzung zugeführt. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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