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Klimademos in Köln: Aktivisten blockierten Rheinufer-Tunnel – festgenommen

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Eine Demonstrantin nimmt mit einem Transparent mit der Aufschrift „Es ist so schlimm, dass ich trotz Corona hier bin!“ an einer Kundgebung der Bewegung Fridays For Future teil.
In Köln fanden am Freitag mehrere Klimademos statt. © picture alliance/dpa | Oliver Berg

Im Zuge des globalen Klimastreiks gingen in ganz NRW am Freitag tausende Menschen auf die Straßen. In Köln kam es bei zwei Aktionen zu Festnahmen durch die Polizei.

Köln – Klimaaktivisten von Fridays for Future haben am Freitag in mehreren nordrhein-westfälischen Städten demonstriert. Die Bewegung hatte zum siebten „globalen Klimastreik“ aufgerufen, um mehr Tempo im Kampf gegen den Klimawandel zu fordern. In Köln etwa protestierten jeweils bis zu 250 Menschen an sechs Plätzen mit Plakaten oder Straßenkreidebildern. Auf Schildern hieß es unter anderem „Wir sind jung und brauchen die Welt“.

In Bonn zogen Demonstranten in zwei Aufzügen zur Hofgartenwiese. „Alles läuft coronakonform ab“, sagte ein Polizeisprecher. In Essen fuhren laut Polizei etwa 300 Teilnehmer mit Fahrrädern durch die Straßen. Noch mehr waren es dagegen in Münster, wo rund 2000 Menschen an einer Fahrraddemo durch die Stadt teilnahmen. Auch in weiteren Städten waren Fahrraddemos geplant. Insgesamt waren in mehr als 200 deutschen Städten Demonstrationen angekündigt.

Klimademos in Köln: Polizei muss bei zwei Aktionen eingreifen – zehn Personen festgenommen

In Köln blockierten etwa ein Dutzend Mitglieder der Aktionsgruppe „Zukunft statt Auto“ eine Hauptstraße, um so für eine autofreie Innenstadt zu demonstrieren, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Nach Angaben der Polizei hatten sich acht Personen auf der Fahrbahn aneinandergekettet, zwei weitere seilten sich von einer Brücke ab. Der Rheinufertunnel war mehrere Stunden lang gesperrt. Die Kölner Polizei hatte bereits im Vorfeld mit Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet.

Polizisten stehen an einer Fußgängerbrücke auf der Südseite des Rheinufertunnels, von der sich zwei Aktivisten abgeseilt und so den darunterfahrenden Fahrzeugverkehr blockiert haben.
Zwei Aktivisten hatten sich von der Fußgängerbrücke am Rheinufertunnel in Köln abgeseilt. © picture alliance/dpa | Marius Fuhrmann

Da die Aktivisten die Platzverweise ignorierten, durchtrennten die Polizisten die Fahrradketten und trugen sie von der Straße. Auch die beiden Aktivisten in den Hängematten wurden von der Polizei zurück auf den Boden geholt. Alle zehn Personen kamen anschließend in Gewahrsam. Im Zuge dessen hatten sich anschließend zwölf weitere Personen auf der Barcelona-Allee hinter dem Polizeipräsidium versammelt und gegen die Festnahme demonstriert. Im Dezember wurden bei einer Corona-Demo in Düsseldorf ebenfalls mehre Menschen festgenommen. (os mit dpa und ots)

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