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Köln wird fahrradfreundlicher: Radfahrstreifen in der Innenstadt werden ausgebaut

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Von: Johanna Werning

In der Karlsruher Innenstadt fährt ein Radfahrer auf einem Fahrradstreifen.
Köln plant fahrradfreundlicher zu werden – in der Innenstadt werden Radstreifen gebaut (Symbolbild) © Uli Deck/dpa

Kölns Innenstadt wird fahrradfreundlicher. Dafür werden auf der Aachener Straße und auf dem Friesenwall extra breite Radstreifen mit zusätzlichem Sicherheitsraum gebaut.

Köln – Die Stadt Köln möchte fahrradfreundlicher werden. Doch dafür ist noch einiges zu tun. Immerhin gilt Köln im neuen Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs als eine der Fahrrad-unfreundlichsten Großstädte in Deutschland. Damit sich das ändert, baut die Domstadt nun eine eigene Rad-Fahrspur im Gebiet der Innenstadt.

Köln will fahrradfreundlicher werden: Baubeginn Radfahrstreifen in Höhe des Aachener Weihers

Am 29. März begannen die Bauarbeiten an der Aachener Straße und der Richard-Wagner-Straße. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Zwischen Universitätsstraße und Eisenbahnring wird die rechte Kfz-Spur stadteinwärts in einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen umgestaltet. Zusätzlich plant die Stadt einen 75 Zentimeter breiten Sicherheitsraum zwischen dem neuen Radstreifen und dem Kfz-Verkehr auf der viel befahrenen Straße. Dabei werden außerdem die 21 Langzeit-Parkplätze in Kölns erste „Radabstellanlagen“ umfunktioniert. So entstehen 42 Fahrrad-Parkplätze.

Köln will fahrradfreundlicher werden: Weitere Bauarbeiten am Friesenwall

Nicht nur am Aachener Weiher will die Stadt fahrradfreundlicher werden. Auch am Friesenwall plant Köln einen Ausbau der Fahrradstraße. Ab dieser Woche wird im Bereich des nördlichen Friesenwalls zwischen der Friesenstraße und der Straße Im Klapperhof ein weiterer Abschnitt der Fahrradstraße eingerichtet. Dabei wird der Seitenstreifen, der bisher als Parkmöglichkeit genutzt wurde, abgeschafft, um die Fahrradstraße auf vier Meter zu verbreiten.

Zur Verdeutlichung der Fahrradstraße werden entsprechende Fahrradstraßenpiktogramme auf der Fahrbahn markiert. Den Schildern „Fahrradstraße“ ist der Zusatz „Anlieger frei“ hinzugefügt. Damit können Wohnungen und Geschäfte auch weiterhin mit dem Kraftfahrzeug erreicht werden.

Köln will fahrradfreundlicher werden: Hintergründe für die Umgestaltung

Die Stadt Köln setzt vermehrt auf einen fahrradfreundlichen Stadtverkehr. Die Fahrradstraße Friesenwall ist dabei eine Maßnahme aus dem Radverkehrskonzept Innenstadt, das auf einen Beschluss aus der Sitzung am 25. Januar 2018 hervorgeht. Ziel ist es, die Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr zu entschärfen.

Die Bauarbeiten am Aachener Weiher und am Friesenwall sind erst der Anfang für ein fahrrradfreundliches Köln. „Allein das Radverkehrskonzept Innenstadt sieht die Einrichtung von 83 weiteren Fahrradstraßen vor“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Köln weiter. Unter anderem werden im Mauritiuswall und dem Kartäuserwall-West ebenfalls Fahrradstraßen errichtet. Das dürfte vor allem Wahl-Kölner Jan Böhmermann gefallen. Böhmermann kritisierte schon häufiger die Radfahr-Situation in Köln. (jw)

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