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Wegen Drogen und Müll: Passage in der Schildergasse zeitweise geschlossen

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Von: Johanna Werning

Das Eingangsschild der Schildergasse in Köln.
Die „Wehmeyer“-Passage in der Schildergasse wird zeitweise geschlossen – weil es zu dreckig ist (Symbolbild) © Gladys Chai von der Laage/Imago

Die „Wehmeyer“-Passage in der Schildergasse in Köln soll nachts geschlossen werden. So will die Stadt das Müll- und Drogenproblem in der Kölner Innenstadt lösen.

Köln – Die Schildergasse in Köln gilt als beliebte Fußgängerzone mit unzähligen Einkaufsmöglichkeiten. Doch abends ist die Shoppingstraße alles andere als einladend. Sobald die Geschäfte in der Kölner Innenstadt geschlossen sind, wirkt die Schildergasse ziemlich trostlos. Das liegt auch daran, dass die Ladeneingänge und Passagen häufig von Obdachlosen und Drogenabhängigen genutzt werden.

Schildergasse in Köln: Stadt will Passage schließen – wegen Obdachlosen und Drogenmissbrauch

Ganz vorne mit dabei: Die ehemalige „Wehmeyer“-Passage, die Schildergasse und Brüderstraße verbindet. Auf Fotos im Ratsinformationssystem der Stadt zeigt sich das Ausmaß der Verwahrlosung. Neben Erbrochenem finden sich Spritzen, weitere Drogenutensilien und vor allem jede Menge Müll. Bereits seit Jahren ist das der Stadt und der Bezirksvertretung Köln-Innenstadt ein Dorn im Auge. Doch Müll und Drogen zu verbannen, ist offenbar schwerer als gedacht. Jetzt soll ein für alle Mal Schluss sein.

Damit die „Nutzungsqualität als Fußgängerpassage zwischen Brüderstraße und Schildergasse“ wiederhergestellt wird, soll die ehemalige „Wehmeyer“-Passage nach Geschäftsschluss – also nachts – geschlossen werden. Dafür soll der Eigentümer die „rechtliche Möglichkeit zur Schließung“ von der Stadt bekommen. Die Bezirksvertretung hat dem bereits zugestimmt. Und auch der Stadtrat rund um Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich für die „Schließung der Ein- und Ausgangsbereiche der Passage“ entschieden.

„Zur Wiederherstellung der Nutzungsqualität als Fußgängerpassage zwischen Brüderstraße und Schildergasse wird die Verwaltung beauftragt, dem Eigentümer des Flurstücks 4958-019.955 (sog. „Wehmeyerpassage“) die rechtliche Möglichkeit zur Schließung der Ein-/Ausgangsbereiche der Passage an Werktagen nach Geschäftsschluss bis 6:00 Uhr am Folgetag und an Sonn- und Feiertagen in den Abend-/Nachtsunden von 22:00 bis 6:00 Uhr bis auf Widerruf einzuräumen“, heißt es in dem Beschluss.

Köln: Dann soll die Passage in der Schildergasse geschlossen werden

Köln: Passage ist schon lange Dorn im Auge – neuer Kompromiss soll helfen

Bereits seit Jahren gilt die Passage auf der Höhe der Superdry-Filiale als abschreckendes Beispiel. Im September 2021 stellten Grüne, FDP und Die Partei dann den Antrag in der Bezirksvertretung, dass der Durchgang zeitweise abgesperrt wird. Die Zustände der Verwahrlosung, die Vermüllung mit Kot und Urin, auch gewalttätige Szenen seien immer schlimmer geworden, erklärte Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grünen).

Das Problem dabei: Die Stadt selbst darf den Bereich nicht einfach so absperren, darum hat man sich nun für einen Kompromiss entschieden. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland und NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wurde zuletzt am 21. Juni aktualisiert. Neuerung: Beschluss vom Rat bestätigt.

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