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SEK stürmt Kölner Wohnung und findet Drogen – 21-Jähriger sitzt in U-Haft

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Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Kölner Polizei.
Das Kölner SEK hat am Dienstagmorgen eine Wohnung gestürmt. © Marius Becker/dpa

Das SEK hat am Dienstagmorgen einen Kölner in seiner Wohnung festgenommen und im Anschluss Drogen gefunden. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Update vom 15. Dezember, 17.44 Uhr: Die Polizei hat bei der Durchsuchung nach dem SEK-Einsatz am Dienstagmorgen jede Menge Beweismaterial entdeckt. In der gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft und Kölner Polizei hieß es, dass die Fahnder neben Mobiltelefonen und Bargeld in vierstelliger Höhe noch etwa ein halbes Kilo Cannabis, eine geringe Menge weißer kokainverdächtiger Substanz sowie Zubehör zum Herstellen und Verarbeiten von Drogen gefunden haben.

Somit stehe der festgenommene 21-Jährige nun auch im Verdacht mit illegalen Drogen gehandelt zu haben. Ein Richter schickte den Kölner vorerst in Untersuchungshaft.

SEK der Polizei Köln stürmt Wohnung in Neustadt-Nord

Erstmeldung vom 15. Dezember 2020:

Köln – Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Kölner Polizei hat am Dienstagmorgen eine Wohnung in der Kölner Innenstadt im Bereich Neustadt-Nord gestürmt. Bei der Aktion wurde ein 21-jähriger Mann festgenommen. Gegen den Kölner lagen bei der Polizei zwei Haftbefehle unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung sowie schweren Raubes vor.

SEK-Einsatz: Gewalttätiger Kölner von der Polizei einkassiert

Der von der Polizei als „Intensivtäter“ bezeichnete Mann wurde gegen 6 Uhr morgens in seiner Behausung in der Neustadt Nord überrumpelt und schließlich abgeführt. Der 21-Jährige gilt als äußerst gewaltbereit und laut Polizei gab es den Verdacht, dass er zusätzlich noch bewaffnet sein könnte.

Köln: 21-jähriger Mann beging Straftaten nicht alleine – weitere Orte werden bereits durchsucht

Der verhaftete Kölner soll im April diesen Jahres einen anderen jungen Mann zusammen mit mindestens drei Komplizen mit einem Messer bedroht, in einem Auto festgehalten und dann noch zusammengeschlagen haben. Darüber hinaus soll er im November mit einem Mitthelfer einen Handwerker in einer Wohnung zuerst körperlich schwer misshandelt und schließlich noch ausgeraubt haben. Im Zuge dieser schlimmen Straftaten durchsuchen Kriminalbeamte der Polizei aktuell bereits zwei weitere Wohnungen, sowie ein Geschäft in der Kölner Innenstadt. Neben den laufenden Polizei-Ermittlungen wartet auf den 21-Jährigen noch eine mehrjährige Jugendstrafe. Die Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung wurde nämlich noch nicht vollzogen.

SEK-Einsatz in Köln: Verdächtiger wurde im Sommer 2019 von der Polizei niedergeschossen

Bereits vor etwa eineinhalb Jahren hatte der Mann für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Er hatte sich damals einer Festnahme widersetzt, worauf ein Polizist auf der Straße mehrere Schüsse auf ihn abgab. Der junge Verdächtige wurde schwer dabei verletzt. Für den Polizeibeamten haben die Schüsse ein Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft hat ihn angeklagt.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte damals berichtet, dass der nun Verhaftete bereits 2013 aktenkundig geworden war. Neben Körperverletzung folgten Delikte wie Nötigung, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung oder Bedrohung. (os)

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