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Schwere Brandstiftung: Prozess gegen Siegaue-Vergewaltiger in Köln gestartet

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Der wegen Vergewaltigung und schwerer räuberischer Erpressung Angeklagte wird im Landgericht an Händen und Füßen gefesselt in den Saal geführt.
Der Angeklagte wurde 2018 wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu zehn Jahren Haft verurteilt. © Henning Kaiser/dpa

Der sogenannte Siegaue-Vergewaltiger muss sich seit dem heutigen Dienstag (4. April) wegen schwerer Brandstiftung vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Update vom 4. Mai, 15:48 Uhr: Am heutigen Dienstag ist vor dem Landgericht Köln der Prozess gegen den sogenannten Siegaue-Vergewaltiger gestartet. Der rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger wird beschuldigt, im Februar 2018 das Bett in seinem Haftraum der Justizvollzugsanstalt (JVA) Köln angezündet zu haben. Zudem soll der Angeklagte im Dezember 2017 und Januar 2018 Mitarbeiter der JVA Köln mit dem Tode bedroht haben. Die Anklage geht davon aus, dass der 35-Jährige voll schuldfähig ist.

Zu Prozessbeginn wurden im Gerichtssaal Bilder einer Überwachungskamera im Haftraum des 35-Jährigen abgespielt. Darauf war zu sehen, wie der Angeklagte die Linse der Kamera zunächst mit einem Stück Papier abklebte. Rund zwanzig Minuten später löste sich das Papier von der Kameralinse und gab den Blick auf ein lichterloh brennendes Bett in der Zelle frei.

Drei weitere Verhandlungstage sind geplant, ein Urteil soll am 14. Mai gesprochen werden. (dpa/mo)

Köln: Siegaue-Vergewaltiger wird wegen schwerer Brandstiftung angeklagt

Erstmeldung vom 29. April, 15:49 Uhr: Köln – Der Prozess gegen den sogenannten Siegaue-Vergewaltiger wegen schwerer Brandstiftung soll am kommenden Dienstag (4. Mai) beginnen. Das teilte das Kölner Landgericht am Donnerstag mit. Der rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin soll 2018 in seiner Gefängniszelle in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Köln Feuer gelegt haben.

Ein JVA-Beamter und ein Mitgefangener erlitten Rauchvergiftungen, er selbst wurde schwer verletzt. Außerdem soll der Angeklagte in zwei Fällen JVA-Mitarbeitern mit dem Tod gedroht haben.

Landgericht Köln: Prozess gegen Siegaue-Vergewaltiger wurde wegen Corona verschoben

Der Prozess sollte eigentlich bereits im Frühjahr vergangenen Jahres starten, war im Zuge des ersten Corona-Lockdowns aber verschoben worden. Das Gericht hat vier Verhandlungstage angesetzt.

Das Bonner Landgericht hatte den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana 2018 in einem Revisionsprozess zu zehn Jahren Haft wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung verurteilt. Laut Urteil hatte er 2017 ein junges Paar überfallen, das in der Siegaue bei Bonn zeltete. Er bedrohte die Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die Frau. Die Tat hatte überregional für Entsetzen gesorgt.

Vor dem Kölner Landgericht sind derzeit auch eine Mutter und ihr Ex-Freund wegen versuchten Mordes aus Grausamkeit angeklagt. Sie sollen die fünfjährige Tochter der Frau stark vernachlässigt haben, sodass das Mädchen fast verhungert wäre. (bs/dpa)

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