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Köln: Streit in der Innenstadt eskaliert – Mann schießt mit Schreckschusswaffe um sich

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Von: Johanna Werning

Mehrere Polizeikräfte stehen vor Einsatzfahrzeugen der Polizei NRW.
Auf den Kölner Ringen kam es am Sonntagmorgen zu einem großen Polizeieinsatz (Symbolbild) © Ying Tang/Imago

Auf den Kölner Ringen kam es am Sonntagmorgen zu einem großen Polizeieinsatz. Ein 33-Jähriger hat nach einem Streit mit einer Schreckschusspistole um sich geschossen.

Köln – Am Sonntagmorgen, 22. Mai, kam es zu einem Streit am Hildeboldplatz in der Kölner Innenstadt. Dabei soll ein 33-Jähriger „während der Auseinandersetzung sowie auf der Flucht über den Kaiser-Wilhelm-Ring in die Bismarckstraße mit einer Schreckschusswaffe auf seine Kontrahenten geschossen haben“, sagt die Polizei Köln.

Köln: Mann schießt mit Schreckschusspistole in der Innenstadt – Polizei nimmt drei Männer fest

Die Hintergründe zum Streit sind noch unklar. Aktuell werde vermutet, dass ihn zuvor zwei Männer angegriffen und ihm Schlag- sowie Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt haben, sagte ein Sprecher der Polizei der dpa. Der Streit wurde gegen 9 Uhr von einer polizeilichen Videoüberwachung an den Ringen aufgenommen.

Der Schütze sei noch am Tatort festgenommen und zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. Die beiden mutmaßlichen Angreifer seien zunächst geflohen. Die Männer versteckten sich unter – beziehungsweise an – einem Auto. Polizeikräfte forderten sie mit gezogenen Schusswaffen auf, hervorzukommen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um 21-Jährigen, um einen 23-Jährigen.

Köln: Waffenverbotszonen auf den Ringen

Seit dem 21. Dezember 2021 gilt in Teilen der Kölner Innenstadt eine Waffenverbotszone. Betroffen sind Ringe und Zülpicher Viertel. In diesen Bereichen dürfen unter anderem Messer, Pfefferspray oder Elektroschocker nicht mehr mitgeführt und schon gar nicht eingesetzt werden – sonst droht ein Bußgeld im fünfstelligen Bereich.

Köln: Großeinsatz in der Innenstadt – Polizei sucht Zeugen

„An der Fahndung waren mehr als 15 Streifenteams beteiligt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden keine Unbeteiligten verletzt“, so die Polizei am Sonntagmittag. Aufgrund der Örtlichkeit hat die Polizei natürlich geprüft, ob es Bezüge ins Rockermilieu geben könnte. Bislang haben sich hierfür aber keinerlei Anzeichen ergeben.

Die Polizei hat Ermittlungen zu den Hintergründen der Auseinandersetzung aufgenommen und bittet Tatzeugen, sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de an die Polizei zu wenden. (jw mit ots und dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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