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Köln: Gerüchte um Gewalt und Exzesse am Friedenspark – was ist dran?

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Von: Nina Büchs

Die Festung Fort I im Grünen im Friedenspark, die sonne scheint.
Im Friedenspark soll es Anwohnern zufolge nicht mehr ganz so friedlich zu gehen. © Aimene/24RHEIN

Ärger in der Kölner Südstadt: Anwohner berichteten zuletzt über Angriffe, Raub und Polizeieinsätze im Friedenspark. Muss man sich nun Sorgen machen?

Köln – Entwickelt sich der Friedenspark in Köln zum Problem-Hotspot? Diese Frage beschäftigte zuletzt einige Anwohner. Denn in dem Park in der Kölner Südstadt ging es anscheinend heiß her. Gerüchte rund um Gewalt, Drogen und Raub machten die Runde. Immer wieder wurden anscheinend Polizeifahrzeuge dort gesichtet. Die Polizei selbst konnte eine Zunahme von Gewalt am Friedenspark jedoch nicht bestätigen. Was sagt nun die Stadt Köln dazu? Ist an den Gerüchten etwas dran – oder sind die Berichte der Anwohner über Situation am Friedenspark am Ende doch eher übertrieben?

Köln: Gewalt und Exzesse im Friedenspark – das sagt die Stadt zu den Gerüchten

„Den Ordnungsdienst der Stadt Köln erreichten in der Vergangenheit immer mal wieder Meldungen von Bürgern und Bürgerinnen zu dem Bereich rund um den Friedenspark, den Bauspielplatz und das Fort I“, so Stadtsprecher Robert Baumanns gegenüber 24RHEIN. In diesem Jahr seien bisher elf Anrufe bei der Stadt in Bezug auf den Friedenspark eingegangen. Zudem läge auch eine schriftliche Anwohnerbeschwerde vor.

Gemeldet wurden jedoch in erster Linie Personenansammlungen, die aufgrund von der Corona-Lage eine Zeit lang nicht erlaubt waren, und Partys mit lauter Musik. „In einzelnen Fällen musste die Örtlichkeit in Zusammenarbeit mit der Polizei geräumt werden“, berichtet Baumanns. Dass sich Ruhestörungen und Partys in Parks und Grünflächen während Corona häuften, sei keine Seltenheit. Dies habe damit zu tun, dass es seit Beginn der Corona-Pandemie immer mehr Einschränkungen im Freizeitbereich gab und zum Beispiel auch Clubs und Diskotheken schließen mussten. So ließen sich in den Grünanlagen bei schönem Wetter immer mehr Menschen nieder, um stattdessen dort zu feiern, so Baumanns weiter.

Am Aachener Weiher eskalierte die Situation bei den Feiernden jedoch. Dort wurden immer wieder Beamte mit Flaschen beworfen, die Polizei reagierte mit einer Reiterstaffel und Flutlicht auf die neue Form von Aggressivität, die sich dort entwickelte.

Friedenspark in Köln: Polizei sieht keine Zunahme von Gewalt – Einsätze blieben im einstelligen Bereich

Auch aus Sicht der Polizei ist der „Frieden“ im Friedenspark nicht in Gefahr. „Eine Zunahme von Vorfällen rund um Körperverletzung, Schlägereien und Randale am Friedenspark in Köln können wir nicht bestätigen“, so ein Sprecher der Polizei Köln gegenüber 24RHEIN. Insgesamt habe es in diesem Jahr nur sieben Delikte dieser Art im Friedenspark gegeben, im letzten Jahr lag die Zahl dieser Einsätze ebenfalls im einstelligen Bereich, so der Sprecher.

Anwohner können nun also vielleicht wieder ein wenig sorgenfreier schlafen. Fest steht: Ein Problem-Hotspot scheint sich am Friedenspark nicht zu entwickeln – mit der Situation am Aachener Weiher, am Zülpicher Platz oder auf den Ringen sind die Einsätze dort laut Polizei nicht vergleichbar. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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