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Wallarkaden in Köln: Was man über das Gebäude am Rudolfplatz wissen muss

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Von: Johanna Werning

Eine Grafik der Wallarkaden am Rudolfplatz.
Im Spätherbst sollen bereits die ersten Mieter der Wallarkaden einziehen (Grafik). © Momeni Group

Die Wallarkaden am Rudolfplatz in Köln wirken imposant. Aber was verbirgt sich in dem Gebäudekomplex? Ein Überblick zum Bauwerk.

Köln – Der Rudolfplatz ist einer der bekanntesten Plätze in Köln. Dort findet sich auch eins der noch drei erhaltenen Stadttore Kölns – die Hahnentorburg. Doch seit kurzem prägt nicht nur das imposante Tor den Platz im Zentrum der Stadt. Einen neuen Blickfang bilden die Wallarkaden, die seit 2017 errichtet werden. Nun ist der riesige Gebäudekomplex nahezu fertiggestellt.

Höhe:8 Etagen
GrößeCirca 20.000 Quadratmeter Bürofläche
Preis:140 Millionen Euro
Bauphase:Seit 2017
Nutzung:Büro, Gewerbe und Gastronomie
Tiefgarage70 Stellplätze auf zwei Ebenen
Architekten:Londoner Architekturbüro Caruso St John Architects
BauunternehmenMomeni Group

Das beige Gebäude ist acht Etagen hoch und besteht rundum aus Glasfronten. In Richtung Neumarkt läuft der Gebäudekomplex etwas spitz zu. In der Mitte findet ein begrünter Innenhof Platz. Die Außenmauern und die Front des Gebäudes erinnern dabei an die Turmspitzen der Hahnentorburg.

Wallarkaden in Köln: Nutzungsmix aus Büros, Handels- sowie Gastronomieflächen

Bei den Wallarkaden handelt es sich um ein Gebäude mit gemischter Nutzung aus Büros und Handels- sowie Gastronomieflächen, so das Bauunternehmen Momeni Group anlässlich des Richtfests im November 2020. Der Neubau umfasst einer Bürofläche von rund 20.000 Quadratmetern. Bereits über 90 Prozent sind vermietet, so Felix Weinmann, Associate Director der Momeni Group gegenüber 24RHEIN.

Mieter sind unter anderem das Unternehmen WeWork, ein Anbieter von Bürolösungen und eine Bäckerei im Erdgeschoss. Im Spätherbst sollen die ersten Mieter einziehen. „Derzeit werden die Außenanlagen parallel zum Mieterausbau, der in vollem Gange ist, erstellt“, so Weinmann weiter. Einen konkreten Öffnungstermin gibt es nicht. Stattdessen ziehen die Mieter nach und nach ein.

Wallarkaden in Köln: Gebäude für 140 Millionen Euro verkauft

2016 gab die Momeni Group bekannt, das ehemalige „Theater am Rudolfplatz“ erworben zu haben. Bereits kurze Zeit später rollten die Bagger an und es wurde mit dem Abriss und dem anschließenden Neubau begonnen.

Eine Aufnahme des ehemaligen Theaters am Rudolfplatz.
Das ehemalige Theater am Rudolfplatz © APress/Imago

Das „Theater am Rudolfplatz“

Das Kino eröffnete am 07. Juli 1956. Bis zur Schließung am 17. Juli 1995 war das blau geflieste Gebäude Anlaufstelle für Filmfans. Zuletzt war der Club Triple A in dem ehemaligen Theater beheimatet.

Das Bauprojekt „beinhaltete neben dem Abbruch des ehemaligen Theaters am Rudolfplatz auch den behutsamen und sehr aufwendigen Rückbau der Verbindungsbrücke. Hierbei mussten aufwendige Vorkehrungen getroffen werden, sodass das historische Bauwerk keinen Schaden nimmt“, so Weinmann weiter.

Die einstige Verbindungsbrücke führte von der Hahnentorburg quer über die KVB-Strecke der Linie 1 und 7 zum ehemaligen „Theater am Rudolfplatz“. Die Ehrengarde nutze bis zum Abriss die Brücke aus Holz und Glas als Versammlungsort.

Nur rund zwei Jahre nach dem Baubeginn, im Januar 2019, wurde der achtgeschossige Koloss von dem Unternehmen wieder verkauft – für 140 Millionen Euro. Neuer Eigentümer ist eine Gesellschaft berufsständiger Versorgungswerke aus Hannover. Das Gebäudemanagement liegt hingegen weiterhin bei Momeni. Die Wallarkaden sind nicht das einzige Großprojekt in Köln. In Chorweiler soll ein ganzes Stadtviertel neu entstehen.

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