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Kölner Kultkino kommt in den USA groß raus – wegen besonderer Botschaft

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Von: Oliver Schmitz

Menschen demonstrieren mit Schildern in den Farben gelb und blau gegen den Krieg in der Ukraine, daneben ist der Schriftzug eines Kölner Kinos gegen den Ukraine-Krieg zu sehen. (Montage)
Das Kino Odeon setzte ein klares Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine – und bekam dadurch internationale Aufmerksamkeit. (Montage) © Jochen Tack/Imago & Ina Fassbender/AFP

Mit einer wichtigen Message zum Ukraine-Krieg hat es das Kölner Kino Odeon in die Washington Post geschafft. Was steckt dahinter?

Köln – Der Ukraine-Konflikt hat auch die Kultur und damit die Kino-Welt längst erreicht. Das Arthouse-Kino „Odeon“ in Köln zeigt in dem aktuell herrschenden Krieg besonders offensiv Flagge für den Frieden in der Ukraine. Über der Eingangstür hängen seit kurzem die Sätze: „Stand with Ukraine“, „Stop Putin“ und „Stop War“. Dadurch hat das kleine Filmtheater in der Südstadt nun gewisse Popularität erlangt. In einem Artikel über das Verhalten der Film-Welt im Umgang mit Russland hat die Washington Post diesen Schriftzug des Odeons aufgegriffen.

ODEON-Lichtspieltheater
AdresseSeverinstraße 81, 50678 Köln
Telefon0221 313110
Eröffnung1956
Anzahl Säle2
Eintrittspreise5 bis 11 Euro

Köln: Südstadt-Kino „Odeon“ setzt Zeichen für die Ukraine

Das Kino Odeon in Köln zeigt auf seiner Tafel die Message „Stand with Ukraine, stop Putin, stop war“.
Mit einer wichtigen Message zum Ukraine-Krieg hat es das Kölner Kino Odeon in die Washington Post geschafft. © Ina Fassbender/AFP

Das Odeon darf sich durch den Artikel der Washington Post nun also über große Aufmerksamkeit freuen – zumindest indirekt. Denn einen direkten Zusammenhang mit dem Kölner Kino gibt es tatsächlich nicht. Die Tageszeitung nutzt lediglich ein Bild des zitierten Schriftzuges als Symbolbild für den Meinungs-Text. In diesem plädiert der Autor dafür, dass Film-Studios zwar richtigerweise Russland als Markt derzeit ausschließen, jedoch Film-Festivals nicht gleichzeitig auch russischen Regisseure meiden sollten. Grund sei der wirtschaftliche Hintergrund, die Kunst-Welt solle seiner Meinung nach aber darunter aber nicht leiden.

So oder so dürfte sich das Kölner Kino Odeon wohl darüber freuen, dass seine Botschaft dadurch viele Menschen erreicht. Denn die Washington Post ist nicht nur die größte Tageszeitung der us-amerikanischen Hauptstadt, sondern auch einer der größten Medien in der ganzen USA.

Frieden in Ukraine: Das steckt hinter der „Odeon“-Aktion – Kölner Kino zeigt erneut Haltung

Auch wenn die Worte über dem Odeon für sich sprechen, steckt zumindest in der Formulierung des ersten Satzes eine tiefere Bedeutung. Denn mit dem Start des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verbreitete sich in den sozialen Medien wie Twitter schnell der Hashtag „#StandWithUkraine“. Dieser wird seitdem vor allem zur Anteilnahme von Menschen weltweit genutzt. Viele nutzen diesen aber auch, um ihre Wut, Sorgen, Kritik oder einfach Meinung zu dem Krieg in der Ukraine mitzuteilen.

Friedensdemo am Rosenmontag in Köln vor dem Kino „Odeon“.
Die große Friedensdemo am Rosenmontag in Köln kam auch am „Odeon“ vorbei. © NurPhoto/Imago

Für das Odeon ist dies nicht die erste Aktion dieser Art. Für gewöhnlich nutzt das Südstadt-Kino die Anzeige über der Eingangstür für das aktuelle Film-Programm. In der Vergangenheit hat das Filmtheater diese aber immer wieder dafür genutzt um auf gewisse Umstände hinzuweisen. Unter anderem während der Corona-Pandemie, um auf das Notleiden der Kino-Szene aufmerksam zu machen. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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