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Köln: Gegen „aggressives Klientel“ – jetzt wird am Zülpicher Platz durchgegriffen

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Von: Johanna Werning

Personen sitzen in einem Restaurant an der Zülpicher Straße.
Am Zülpicher Platz soll es vermehrt Kontrollen geben (Symbolbild) © Schöning/Imago

Am Zülpicher Platz in Köln kam es immer wieder zu Ausschreitungen. Mit harten Maßnahmen gehen sie gegen die Krawallmacher vor.

Köln – Der Zülpicher Platz galt schon vor dem Coronavirus als Party-Hotspot in Köln. Doch nach mehreren Lockdowns gilt der Treffpunkt rund um das „Kwartier Latäng“ als beliebter Treffpunkt. Doch die Stimmung hat sich verändert. „Das Zülpicher Viertel war immer ein Ort, an dem Menschen gerne gelebt, sich wohlgefühlt und gefeiert haben. Dieser facettenreiche Charme eines ganzen Viertels ist durch das, was wir derzeit erleben, massiv gestört“, erklärt Stadtdirektorin Andrea Blome. Nun ergreifen Stadt und Polizei massive Maßnahmen, um dagegen vorzugehen.

Zülpicher Platz in Köln: Polizei und Stadt gehen gegen Krawallmacher vor

Die Leute, die für Ärger am Zülpicher Platz sorgen, seien keine Unbekannten und mischten früher die Ringe auf, wie Blome erklärt. Polizei und Ordnungsamt haben es „zunehmend mit einem aggressiven Klientel zu tun, das bislang auf den Ringen ein regelmäßiges Eingreifen nötig gemacht hat.“ Jetzt haben sich die Krawallmacher offenbar am Zülpicher Platz angesiedelt. Im August starb sogar ein 18-Jähriger bei einer Messer-Attacke auf der Zülpicher Straße.

Bereits am vergangenen Wochenende gingen Einsatzkräfte gegen die aggressiven Feiernden vor. Nun sollen weitere Maßnahmen folgen: Ruhestörungen, Vermüllung und belästigendem Verhalten sollen dann nur noch der Vergangenheit angehören. Die Maßnahmen werden dabei „konsequent umgesetzt“, so die Stadt weiter.

Köln: Maßnahmen für Zülpicher Platz im Überblick

Zülpicher Platz in Köln: Polizei und Stadt setzen auf Kontrollen, Bußgelder und Flutlicht

Bei Verstößen müssen Feiernde am Zülpicher Platz mit Verwarngeldern rechnen. Kommt es wiederholt zu Ordnungswidrigkeiten, können Stadt und Polizei Lärmquellen wie Musikboxen sicherstellen, Bußgeldverfahren einleiten und Platzverweise erteilen. Ob es sich dabei um Partygänger oder Gastro-Besitzer handelt, ist egal. Handelt es sich bei den Unruhestiftern am Zülpicher Platz um bestimmte Bars oder Kneipen, kann die Stadt Köln sogar noch einen härteren Schritt gehen: „Wiederholte Verstöße seitens Gewerbetreibenden können zu einer Überprüfung der gewerberechtlichen Zuverlässigkeit führen.“

Mit den harten Maßnahmen wollen Stadt und Polizei für Sicherheit und Ruhe sorgen. Das gilt nicht nur für den Zülpicher Platz. Auch am Aachener Weiher soll wieder der Friede einkehren. Zuletzt kam es immer wieder zu Krawallen – dabei wurden schon mehrere Einsatzkräfte von Ordnungsamt und Polizei verletzt. Auch hier setzt die Stadt rund um den Aachener Weiher auf Flutlichter, um gegen die Ausschreitungen vorzugehen. Die Polizei war außerdem mit einer Reiterstaffel im Einsatz. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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