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Köln: 18-Jähriger stirbt nach Streit auf Zülpicher Straße – Motiv für Tat unklar

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Von: Mick Oberbusch

Die Zülpicher Straße in Köln
Auf der Zülpicher Straße ist es in der Nacht zum Samstag (31. August) zu einem Tötungsdelikt gekommen. © Joko/Imago

Der Vorfall vom Wochenende, als auf der Zülpicher Straße ein 18-Jähriger tödlich verletzt wurde, bewegt ganz Köln. Das Motiv der Tat ist noch unklar.

Köln – Während auf der Zülpicher Straße normalerweise gefeiert, getrunken und getanzt wird, pilgern Kölnerinnen und Kölner in diesen Tagen aus einem besonders traurigen Grund auf die beliebte Partymeile. Blumen, alte Fotos und Kerzen erinnern hier nämlich an den schrecklichen Vorfall am Wochenende, als ein 18-Jähriger auf der Zülpicher Straße von einem 16-Jährigen per Stich in die Brust tödlich verletzt wurde. Der Vorfall hatte in Köln und Umgebung für Fassungslosigkeit gesorgt – auch bei seinem ehemaligen Fußballverein Fortuna Köln, der sich mit einem emotionalen Statement an die Öffentlichkeit wandte.

Köln: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Tötungsdelikt auf der Zülpicher Straße

Während viele Kölnerinnen und Kölner den schrecklichen Fall noch gar nicht richtig verarbeitet haben dürften, steht die Frage nach dem Warum im Vordergrund – zumindest bei der Staatsanwaltschaft Köln. Diesbezüglich tappt man aktuell allerdings noch im Dunkel. „Zum Motiv oder den Hintergründen der Tat gibt es keine neuen Erkenntnisse“, erklärt Staatsanwältin Lisa Klefisch gegenüber 24RHEIN. „Der Tatverdächtige ist in der Vergangenheit bereits wegen verschiedener Delikte, unter anderem Eigentums- und Körperverletzungsdelikte auffällig geworden und wird bei uns als jugendlicher Intensivtäter geführt“, erklärt sie weiter.

Bislang habe der 16-Jährige jedoch bestritten, die Tat überhaupt begangen zu haben. Seitdem hatte er, in Untersuchungshaft sitzend, keine Auskunft mehr gegeben. Gegen die anderen vier an dem Vorfall beteiligten Jugendlichen liege kein Haftbefehl vor, weil es keinen dringenden Tatverdacht gebe, erklärt Klefisch – betont jedoch auch, dass sie der Tat dennoch verdächtig sind und sich das Ermittlungsverfahren trotz Entlassung weiterhin auch gegen sie richte.

Köln: Verfahren nach Vorfall auf Zülpicher Straße wird „mit besonderer Beschleunigung“ durchgeführt

Das Verfahren gegen den polizeibekannten 16-Jährigen könnte derweil bereits in Kürze starten. Denn Paragraph 72, Absatz fünf des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) besagt, dass ein Verfahren „mit besonderer Beschleunigung“ durchzuführen ist, wenn sich ein Jugendlicher in Untersuchungshaft befindet. Damit bei der Frage nach dem Motiv der schrecklichen Tat schon bald Licht ins Dunkel kommt. Den Angehörigen und Freunden des 18-jährigen Opfers wäre es zu wünschen. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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