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Köln: 18-Jähriger stirbt – Gespräche über Zukunft der Zülpicher Straße

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Von: Nina Büchs

Zuelpicher Strasse in Koeln.
Lärm, Dreck, Alkohol, Drogen und Gewalt: Davon berichten Wirte und Anwohner der Zülpicher Straße in Köln. (Symbolbild) © Imago/Joko

Der Tod eines 18-Jährigen an der Zülpicher Straße in Köln hat eine Debatte über die Sicherheit des Ortes entfacht. Die Stadt sieht Handlungsbedarf.

Köln – Eine furchtbare Tragödie ereignete sich Ende Juli auf der Zülpicher Straße in Köln – und entfachte eine Debatte um die Sicherheit auf der belebten Partymeile. Dort wurde in der Nacht auf den 31. Juli ein 18-jähriger Kölner bei einer Auseinandersetzung mit einem Messer angegriffen. Im Krankenhaus starb er schließlich an seinen Verletzungen.

Seither haben sich auch einige Wirte und Anwohner zu der Situation auf der Zülpicher Straße geäußert. Dabei wurde klar: Das Gefahrenpotenzial nimmt dort immer mehr zu, die Stimmung ist teilweise aufgeheizt. Nun will die Stadt Köln etwas unternehmen, um die Straße wieder sicherer zu machen. Stadtdirektorin Andrea Blome kündigte in diesem Zusammenhang Konsequenzen an.

Köln: Debatte um Sicherheit an Zülpicher Straße – Blome will „lokale Maßnahmen“ durchsetzen

„Ich werde mich kurzfristig mit der Polizei, den städtischen und den lokalen Akteuren zusammensetzen, mit dem Ziel, eine gemeinsam getragene lokale Agenda sowie kurzfristig wirkende Maßnahmen zu entwickeln“, sagte die Stadtdirektorin wenige Tage nach der Tat gegenüber dem Express.

Nach dem Statement von Andrea Blome, ist nun eine Woche vergangen. Was ist inzwischen passiert? Wie Stadtsprecher Robert Baumanns gegenüber 24RHEIN mitteilte, haben sich nun Vertreter von Anwohnenden, Gastronome und Gastronominnen, die Polizei, die Stadtdirektorin sowie das Amt für öffentliche Ordnung über die Situation an der Zülpicher Straße ausgetauscht. „Es besteht Einigkeit darüber, dass die gegenwärtige Situation auf der Zülpicher Straße diverse Aspekte betrifft, die nur im Dialog aller Akteure gelöst werden können. Die Stadt wird daher unter Beteiligung des Kriminalpräventiven Rates eine Gesprächsreihe etablieren, in der die einzelnen Aspekte identifiziert werden und in kleineren Arbeitsgruppen bzw. bilateral weiterbearbeitet werden sollen“, so Baumanns.

Ein erster Schritt ist also getan. Welche lokalen Maßnahmen eingeführt werden könnten, um auf der Zülpicher Straße für mehr Sicherheit zu sorgen, ist bislang aber noch noch unklar.

Köln: Messerangriff an der Zülpicher Straße: Wirte und Anwohner berichten von Übergriffen und Gewalt

Auch einige Wirte haben sich nun zur aufgeheizten Stimmung an der Zülpicher Straße geäußert. „Mit steigendem Alkoholpegel wird die Stimmung aggressiver. Ich hätte hier nachts Angst um meine Kinder, obwohl sie erwachsen sind“, sagte Oliver Fritsch (50), Geschäftsführer der Kneipe „Flotte“ am Zülpicher Platz gegenüber Bild. Wie Fritsch berichtet, finden Türsteher bei den Gästen regelmäßig Messer und Pfeffersprays. „Manchmal greifen Gäste Passanten grundlos an. Manche sind richtig brutal“, so Fritsch.

Laut dem Express fordern auch die Anwohner von der Stadt, die Zülpicher Straße nun sicherer zu machen. Sie berichteten dort von Drogen-Eskapaden, Übergriffen, Gewalt und Lärm. Insbesondere seit Corona habe sich die Situation auf der Zülpicher Straße deutlich verschlechtert.

(nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Artikel wurde am 13. August aktualisiert. Neuerung: Statement zum aktuellen Stand der Gespräche.

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