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KVB-Unfall am Neumarkt – Staatsanwaltschaft startet Ermittlungen gegen Fahrerin

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Von: Johanna Werning

Zwei Straßenbahnen prallten vor zwei Wochen frontal am Kölner Neumarkt zusammen. Drei Männer in Warnwesten stehen vor den zwei Bahnen. Im linken Bildrand ist ein Baustellen-Fahrzeug.
Erste Erkenntnisse zum KVB-Unfall am Neumarkt – Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen die Fahrerin ein. © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Ermittlungen zum KVB-Unfall gehen in eine entscheidende Phase. Die Staatsanwaltschaft überprüft nun die Schuld der KVB-Fahrerin

Köln – Circa zwei Wochen ist der schwere KVB-Unfall am Neumarkt in Köln her. Zwei Straßenbahnen prallten frontal gegeneinander. Bei dem KVB-Zusammenstoß wurden mehr als zwanzig Personen verletzt. Die 42-jährige Fahrerin und der 53-jährige Fahrer der Unfall-Bahnen verletzten sich dabei schwer. Die Feuerwehr musste die KVB-Mitarbeiterin sogar aus der Fahrer-Kabine befreien. Nun gibt es neue Informationen zum Unfall in Köln. Denn die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen die KVB-Fahrerin ein.

Staatsanwaltschaft Köln leitet Ermittlungen ein – KVB-Fahrerin trage möglicherweise Schuld

Die Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen die KVB-Fahrerin ein. „Der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung stehe im Raum“, so Staatsanwalt Ulrich Bremer gegenüber 24Rhein. Damit bezieht sich Bremer auf den Anfangsverdacht des Unfalls. Nun soll der Tathergang rekonstruiert werden, so Bremer. „Nur so kann der Anfangsverdacht überprüft werden“, erklärt Bremer weiter. Es wird vermutet, dass die 42-jährige Fahrerin der Linie 7 möglicherweise mehrere Fehler begangen habe, die zum schlimmen Unfall führten.

Video-Beweise sollen KVB-Unfall aufklären

Die KVB-Fahrerin habe womöglich am Morgen des 2. Novembers mehrere Warnschilder übersehen, berichtet der Express. Dabei stehe der Verdacht nahe, dass die Straßenbahn-Fahrerin Ampeln übersehen habe, heißt es weiter. Um diesen Anfangsverdacht bestätigen zu können, sicherte die Polizei noch am Unfall-Morgen Videoaufzeichnungen.

Die Video-Beweise stammen dabei von den beiden KVB-Bahnen selbst. Zusätzlich werden ebenfalls Bilder von Überwachungskameras am Kölner Neumarkt ausgewertet. Die Staatsanwaltschaft will im Zuge der Ermittlungen den Anfangsverdacht weiter überprüfen. Dafür wurden auch die Unfall-Bahnen der KVB als Beweismittel sichergestellt. (jw)

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