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MiQua in Köln: Alle Infos zum „Museum im Quartier“

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Von: Johanna Werning

Die Baustelle des MiQua
Mitten in der Kölner Altstadt entsteht das MiQua (Archivbild) © Horst Galuschka/Imago

Im Sommer 2022 soll das MiQua in Köln fertiggestellt werden. Das Museum zeigt auf einem 650 Meter langen Rundweg das jüdische Leben in Köln.

Köln – Das MiQua ist aktuell „die spannendste Baustelle deutschlandweit“, so die Stadt Köln. Immerhin entsteht mitten in der Kölner Altstadt das neue „Museum im Quartier“ – und zwar „über einigen der bedeutendsten Funde der Kölner Stadtgeschichte“, so die Stadt weiter. Nach der Eröffnung können die Muesumsbeuscher auf einem 650 Meter langen Parcours mehr als 2.000 Jahre Kölner Geschichte barrierefrei erleben. Alle Infos zum MiQua.

MiQua in Köln: Der Überblick zum „Museum im Quartier“

MiQua in Köln: Was ist geplant?

Das MiQua entsteht direkt vor dem Kölner Rathaus – in und über den archäologischen Denkmälern der Kölner Innenstadt. Das Museum greift dabei „Geschichte und Geschichten aus 2000 Jahren an diesem besonderen Ort im Herzen der Stadt auf“. Der Fokus liegt dabei auf die 1700 Jahre des jüdischen Lebens in Köln.

Das Museum ist eine Kooperation der Stadt, die das Museum baut, und dem Landschaftsverband Rheinland, der die Ausstellung konzipiert und das Museum später betreibt.

„Ein Rundweg im Untergeschoss wird die Besuchenden im Museum auf etwa 650 Metern durch Befunde des römerzeitlichen Praetoriums wie auch des mittelalterlichen jüdischen und Goldschmiedeviertels der Stadt führen“, so der Landschaftsverband Rheinland auf der „MiQua“-Seite. „Im Museumsneubau auf dem Platz stehen die Geschichte und Kultur der jüdischen Bevölkerung Kölns von deren Ausweisung im Jahr 1424 bis in die Gegenwart im Fokus.“

Köln: MiQua-Baustelle – Gesamtkosten bei 127 Millionen, Fertigstellung im Sommer

 Köln: Der digital erstellte Planungsentwurf (Wandel Lorch Architekten) des zukünftigen jüdischem Museums in Köln. Blick auf den Haupteingang des MiQua und den Rathausplatz, links die Renaissancelaube des Rathauses.
Ein Planungsentwurf des MiQua © Wandel Lorch Architekten/dpa

Aktuell wird allerdings noch gebaut. Derzeit wächst das Museum vor allem unterirdisch. „Der letzte Sand wird noch abgesaugt und die gemeinsame Parcoursführung des Praetoriums mit dem künftigen ‚LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln‘ hergestellt.“

Der Ausstellungs-Parcours wird später 5 Meter breit, 2,50 Meter hoch und 650 Meter lang. „Insgesamt wurden rund 18 Tonnen Material pro Durchbruch entfernt“, so die Stadt weiter. Doch das ist teuer – und aufwendig. Die Gesamtkosten für das MiQua belaufen sich auf über 127 Millionen Euro, ursprünglich waren es 48 Millionen Euro.

Köln: MiQua soll im Sommer 2022 fertigestellt werden

Doch damit nicht genug: Nach langem Hin und Her kündigte die Stadt der Baufirma. „Stetige Unzuverlässigkeit, wiederholte Terminüberschreitungen und maßlos überzogene Nachforderungen“ hätten keine andere Wahl gelassen, hieß es im Dezember 2021. Im Sommer 2022 soll das MiQua fertiggestellt werden. Am 7. April 2022 wurde von Oberbürgermeisterin Henriette Reker der Vorhang zwischen der Archäologischen Zone und dem Praetorium geöffnet – ein wichtiger Schritt für den Brauprozess der unterirdischen Anlage.

MiQua nicht das einzige Bauprojekt in Kölner Altstadt: Via Culturalis und Laurenz Carré

Das MiQua ist nicht das einige Bauprojekte in der Kölner Altstadt. Aktuell entstehen in unmittelbarer Nähe gleich mehrere Bauvorhaben: ob Via Culturalis, das Laurenz Carré oder das Großprojekt Historische Mitte. Ziel ist es, mit den Projekten die „Visitenkarte der Stadt“ aufzuwerten, so die Stadt Köln. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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