1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Innenstadt

Rheinpromenade 15 Monate lang gesperrt – das wird Radfahrer und Fußgänger erstmal gar nicht freuen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johanna Werning

Menschen gehen über die Rheinpromenade in Köln. Im Hintergrund der Kölner Dom.
Die Sanierung betrifft die Rheinpromenade zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke (Archivbild). © imageBROKER/Torsten Krüger/Imago

Die Rheinpromenade in Köln muss saniert werden. Die aufwendigen Arbeiten haben ab Ende September massive Auswirkungen.

Köln – Ob mit einem Kölsch als Feierabendritual oder einem Kaffee beim Sonntagsspaziergang: Die Rheinpromenade gilt in Köln als echte Flaniermeile. Doch damit dürfte nun erst einmal Schluss sein. Denn der Bereich zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke muss saniert werden – und das ist aufwendig. Insgesamt dauern die Bauarbeiten ab Ende September 2022 rund 15 Monate. In dieser Zeit ist die Rheinpromenade zumindest teilweise gesperrt. Für Fußgänger und Radfahrer im Stadtbezirk Köln-Innenstadt hat das massive Auswirkungen.

Rheinpromenade in Köln muss saniert werden: „Spannstahl kann versagen“

Bereits vor vier Jahren wurde vom Rat der Stadt Köln beschlossen, dass die Rheinpromenade in der Altstadt saniert werden muss. Denn die Kragplatte wurde mit einem besonderen Spannstahl gebaut – und der kann unter gewissen Randbedingungen gefährliche Spannungsrisse bekommen. „Dieser besondere Spannstahl kann versagen, ohne dass im angrenzenden Beton Anzeichen für eine Schädigung erkennbar sind“, heißt es im Ratsbeschluss. Darum muss das Bauelement neu gebaut werden.

„Die Kragplatte soll mit Spannbetonfertigteilen und einer Ortbetonergänzung in Spannbetonbauweise hergestellt werden“, heißt es weiter. Die Bäume an der Rheinpromenade und der Rheingarten sollen dabei unbeschädigt, beziehungsweise wieder aufgebaut werden.

Rheinpromenade in Köln muss saniert werden: Bereich für 15 Monate gesperrt

Doch der Neubau an der Rheinuferpromenade ist mehr als aufwendig. Insgesamt dauern die Bauarbeiten rund 15 Monate – mindestens. „Hierin sind etwaige Bauzeitverlängerungen aufgrund von Hoch- oder Niedrigwasser des Rheins oder sonstige unvorhersehbare Ereignisse nicht berücksichtigt.“

Die Sanierung findet in zwei Bauphasen statt. Dabei gibt es in beiden Abschnitten extreme Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer in Köln.

Links: Eine Grafik der Stadt Köln zur ersten Bauphase. Rechts: Eine Grafik der Stadt Köln zur zweiten Bauphase.
Die Sanierung der Rheinpromenade findet in zwei Bauphasen statt © Stadt Köln

► Was ist eine Kragplatte? Sogenannte „Kragplatten“ ragen über die Fassade heraus, werden meistens bei Balkonen verwendet. Am Rheinufer sind sie gut zu sehen.

Sanierung der Rheinpromenade in Köln: Umleitung für Fußgänger und Radfahrer

Köln: Sanierung der Rheinpromenade kostet 13,2 Millionen Euro

Die Sanierung der Rheinpromenade ist nicht nur aufwendig, sondern auch teuer. Die Gesamtkosten betragen rund 13,2 Millionen Euro. „Hierin enthalten sind Baukosten inklusive Abbrucharbeiten der alten Konstruktion von rund 11,9 Millionen Euro brutto sowie Planungsmittel in Höhe von rund 1,30 Millionen Euro brutto.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant