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Steinschlag bei „Oma Kleinmann“ – „sind leider etwas abgesperrt“

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Von: Mick Oberbusch

Die Gaststätte „Bei Oma Kleinmann“ in Köln muss aufgrund von Steinschlag vor der Tür absperren. Leckere Schnitzel können dort jedoch weiterhin genossen werden.

Köln – Auf ein leckeres Schnitzel zu Oma Kleinmann – für viele Kölnerinnen und Kölner ist der Besuch in der Kult-Gaststätte immer etwas ganz Besonderes. Doch aktuell erwartet Gäste, die dort vorbeischauen wollen, ein ungewohnter Anblick – zumindest, bevor sie die beliebte Lokalität im „Kwartier Latäng“ betreten. „Achtung liebe Omagäste“, schreibt das Restaurant auf seiner Facebook-Seite. „Durch Steinschlag aus der Fassade sind wir leider etwas abgesperrt“, postet die „Oma“, und dazu einige Beweisbilder – die zeigen, dass das beliebte Lokal fast vollständig mit rot-weißem Absperrband abgeschirmt ist.

Gaststätte Bei Oma Kleinmann
AdresseZülpicher Straße 9, 50674 Köln
Telefon0221/232346

Steinschlag an der Fassade bei „Oma Kleinmann“ – Schnitzel gibt‘s dort trotzdem weiterhin

Gaststätte "Oma Kleinmann" in Köln
Vor der Gaststätte „Bei Oma Kleinmann“ in Köln müssen Gäste derzeit auf Steinschlag achten. © Rolf Vennenbernd/dpa

„Aber immerhin ist das alles zu Eurer Sicherheit, damit Ihr geschützt in die Oma kommt“, so die Gaststätte weiter. Angst haben, sich beim Besuch der „Oma“ zu verletzten, braucht also niemand zu haben – auch wenn die im Facebook-Post präsentierten Steine, die augenscheinlich aus der Fassade gefallen sind, nicht gerade winzig sind. Umso wichtiger also, dass die „Oma“ für die Sicherheit ihrer Gäste sorgt – denn auf das beliebte Schnitzel wollen Kölnerinnen und Kölner in der Vorweihnachtszeit trotz Steinschlag sicher nicht verzichten.

„Oma Kleinmann“ muss vor der Tür „absperren“ – „immer ne Handbreit Schutz übern Kopf“

Besonders lange dürfte die „Absperrung“ aber auch nicht anhalten. „Unser Außenbereich und der Winterzauber sind leider für die nächsten 3 Tage geschlossen“, postete das Restaurant am 9. Dezember – nach dem Wochenende dürfte dort also auch wieder draußen alles möglich sein. Bis dahin gilt: „Immer ne Handbreit Schutz übern Kopf“, wie ein Fan der Facebook-Seite von „Oma Kleinmann“ schreibt.

„Bei Oma Kleinmann“ in Köln: Gaststätte feiert künftig keinen Karneval mehr

Kein Karneval mehr bei Oma Kleinmann – Gaststätte erklärt die Gründe

„Trotz massiver Unterstützung von vielen Seiten [...] ist es uns einfach nicht mehr möglich, Euch, unsere Gäste, vernünftig in die Kneipe zu bekommen und auch nicht zurück. Eingekesselt von Menschenmassen, Absperrungen, Polizei, Ordnungsamt, Dosenbier und Wahnsinn müssen wir unsere kleine Oase des Frohsinns geschlossen halten, denn es ist einfach nicht mehr machbar.“

„Unsere Nachbarn kommen mit ihren Familien nicht mehr in ihre Wohnungen- oder nicht mehr hinaus. Kinder und ältere Anwohner in heller Panik oder in Tränen aufgelöst. Gäste, die uns dem Nervenzusammenbruch nahe, bei Ankunft zitternd in die Arme fallen.“

„Die Versprechungen vorher über Arbeitsgruppen und runde Tische. Die Ernüchterung nicht gehört zu werden. Die Enttäuschung, weil man es vorher doch schon so oft vorhergesagt hat.“

„Auch der Umsatzverlust, wenn man versucht, es richtig zu machen, tut weh und auch die Erkenntnis, dass der ganze Aufwand, der Preis einfach zu hoch geworden ist.“

► Verbesserungsvorschläge: „Die Masse muss gelenkt und reguliert werden. Von Profis! Es muss Eintritt genommen werden und organisiert und vorgedacht werden, Eventualitäten bedacht werden. Areas nach Altersklassen eingerichtet werden. Mehr Karnevalsmusik gespielt werden und ja, auch ein Programm.“

Wer sich künftig auf Karnevalsfeiern bei der „Oma“ freut, wird allerdings leider enttäuscht. Kurz nach dem 11.11.2022, der in Köln beinahe im Chaos endete, gab „Oma Kleinmann“ in einem emotionalen Statement bekannt, künftig keine Karnevalsfeierlichkeiten mehr auszurichten. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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