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Ost-West-Achse Köln: Stadt stellt Pläne für die Umgestaltung vor

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Von: Martin Henning

Eine KVB-Bahn der Linie 1 (in Richtung Brück) auf der Aachener Straße in Richtung Neumarkt.
Durch die Erweiterung der Ost-West-Achse soll die Linie 1 mit mehr Kapazität fahren können. © Christoph Hardt/Imago

Die Erweiterung der Ost-West-Achse ist eins der Mammutprojekte der Stadt Köln. In ersten Gesprächen waren Streckenverlauf und Planungsstand Thema.

Köln – Mehr Stadtbahnen der KVB, weniger Individualverkehr: Das ist die Hoffnung der Stadt Köln. Wie das klappen soll? Unter anderem mit der Erweiterung der sogenannten Ost-West-Achse zwischen Deutz und Weiden. Es ist neben der Nord-Süd-Bahn das größte Verkehrsprojekt der Stadt.

Anfang Mai präsentierte die Stadt ihren Zeitplan für die Ost-West-Achse. Jetzt lud sie über 40 Personen verschiedener Interessensgruppen zum Gespräch ein – aus dem Kölner Mobilitätssektor, der Kölner Wirtschaft und der Stadtgesellschaft. In den ersten drei Fachgesprächen stellten die Projektverantwortlichen unter anderem den Planungsstand, den Zeitplan und verschiedene Gutachten vor. Die Teilnehmenden konnten selbst Fragen stellen und Anregungen geben.

Was ist die Ost-West-Achse?

Als Ost-West-Achse wird das Verkehrsgebiet zwischen der Deutzer Brücke, der Kölner Innenstadt und dem Melaten-Friedhof bezeichnet. Inmitten dieses Gebiets befinden sich stark frequentierte Plätze wie der Heumarkt, der Neumarkt, der Rudolfplatz und der Aachener Weiher, aber auch für die Stadt bedeutende kulturelle Institutionen, Kirchen und Gebäude. Auch die Zülpicher Straße, die zuletzt immer wieder Negativ-Schlagzeilen machte und die Jahnstraße nahe des Neumarkts sind Teil der Ost-West-Achse.

Ost-West-Achse Köln: Projektleitung will Hinweise „sorgfältig prüfen“

In den Fachgesprächen ging es um folgende Themen:

Projektleiterin Hildegard Heide zeigte sich zufrieden über den Austausch: „Wir haben viele Fragen, Anregungen und Hinweise erhalten, die wir im nächsten Schritt sorgfältig prüfen. In folgenden Gesprächsformaten und auf der Projektwebsite werden wir im weiteren Planungsprozess erläutern, welche Anregungen wir in die Planungen aufnehmen können und welche nicht. Diese Entscheidungen werden wir gut begründen.“

Welche Erkenntnisse genau aus den Gesprächen hervorgingen, hat die Stadt Köln noch nicht bekanntgegeben. Zusammenfassungen der Fachgespräche werden aber Schritt für Schritt auf der Projektseite veröffentlicht.

KVB Köln soll durch neue Ost-West-Achse mit längeren Bahnen fahren

Eine zentrale Rolle bei der Umgestaltung der Ost-West-Achse spielen die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). Sie sollen ihre Kapazitäten um 50 Prozent erhöhen können. Aber nicht durch häufigere Taktung, sondern durch Verlängerung der Bahnen.

Vor allem an Hauptverkehrsknoten wie dem Neumarkt sind die Bahnen zu Stoßzeiten völlig überfüllt. Neben der Linie 9 fahren auch die KVB-Linie 1 und die KVB-Linie 7 auf dieser Strecke. Längere Bahnen sind aber mit dem aktuellen Verkehrsnetz unmöglich. Daher die Pläne zur Erweiterung. In der engeren Auswahl stehen fünf Varianten.

Ost-West-Achse Köln: Die Varianten

Oberirdische Lösung:Die Bahnstrecken werden komplett oberirdisch ausgebaut.Geschätzte Kosten: 250 Millionen Euro.
Kurze Tunnellösung:Zwischen Heumarkt und Cäcilienstraße wird ein Tunnel gebaut.Geschätzte Kosten: 300 Millionen Euro.
Mittlere Tunnellösung:Zwischen Heumarkt und Rudolfplatz bzw. Jahnstraße wird ein Tunnel gebaut.Geschätzte Kosten: 560 Millionen Euro.
Große Tunnellösung, Variante A:Auf der kompletten Strecke zwischen Heumarkt und Melaten sowie zwischen Heumarkt und Dasselstraße wird ein Tunnel gebaut.Geschätzte Kosten: 1,05 Milliarden Euro.
Große Tunnellösung, Variante B:Zwischen Heumarkt und Melaten wird ein Tunnel gebaut, ebenso zwischen Heumarkt und dem Abzweig Moltkestraße unterhalb des Grüngürtels bis Zülpicher Wall.Geschätzte Kosten: 850 Millionen Euro.

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